Von Cape Coral über Loop Road nach Miami

Abreise ist angesagt. Es bleibt uns noch eine Nacht in den Staaten bevor uns das Flugzeug wieder nach Hause fliegt.

Und diese eine Nacht verbringen wir in Miami. Normalerweise wäre es leicht zu schaffen von Cape Coral direkt zum Flughafen von Miami zu fahren und los zu fliegen. Aber wir wollten uns unbedingt die Loop Road anschauen und das nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. Außerdem können wir noch nicht genau einschätzen wie das mit dem kleinen Mann alles läuft, daher hatten wir uns damals für die Nummer sicher entschieden: Eine Nacht in Miami bevor wir komplett abreisen.

Am Morgen schläft der kleine Mann mal wieder sehr lang. So haben wir genug Zeit alles in Ruhe ins Auto zu packen und alles fertig zu machen. Im Anschluss wecken wir ihn machen auch ihn fertig und laufen noch mal durchs Haus. Obwohl sowohl mein Mann als auch ich durchs Haus laufen, sehen wir beide meine Jacke nicht und sie bleibt somit in Cape Coral. Was ich allerdings erst 2 Tage später bibbernd in Frankfurt merke 😦

Aber dann geht es endlich los. Ein letzter Blick auf das Haus und die Mango Bäume im Vorgarten.

Da wir ja etwas Zeit haben, haben wir uns gegen die schnellste Route entschieden und fahren durch Bonita Springs und Naples durch. Allerdings muss ich zugeben, ich habe mich mit der Strecke wenig vorab beschäftigt. Hätte ich es getan, wären wir wahrscheinlich doch wenigstens teilweise eine schnellere Strecke gefahren, denn es ist Öde. Man sieht leider nicht viel von den zwei Städten, denn ähnlich wie in Cape Coral gibt es sozusagen eine Hauptstraße die durch die Orte führt. Vom Meer oder den Wohngegenden da sieht man also nur etwas wenn man „abfährt“ und das würde dann wiederum zu lange dauern.

Also sehen wir eben viel Hauptstraße. Unterwegs machen wir noch mal halt an einem Publix. Mini Mann muss sich unbedingt bewegen und zu trinken haben wir auch nichts mehr.

Gibt es eigentlich bei uns auch Karten zum Vatertag?

So viele leckere Sachen – aber einfach kein Platz mehr im Koffer.

Ich fahre mal wieder und es ist irgendwie echt Mühsam. Die Strecken sind hier zum Teil einfach so langweilig das man echt müde wird. Ständiges geradeaus fahren strengt an, da lob ich mir den deutschen Verkehr. Da ist wenigstens bisschen Abwechslung geboten :p

Irgendwann kommen wir in die Nähe vom kleinsten Postoffice der Welt. Das möchte ich mir mal anschauen. Ist natürlich jetzt nichts mega Beeindruckendes, aber gehört doch irgendwie zur Strecke dazu. Ständig machen wir noch Witze darüber, dass wir es vielleicht verpassen und dran vorbei fahren. Als ich plötzlich und unerwartet ein kleines Schild mit Post Office sehe und stark bremse um abfahren zu können. Das Schild war nämlich nicht 300 Meter vorher zu sehen, sondern knappe 50m. Aus Spaß wurde sozusagen fast ernst 🙂

Es ging aber alles gut und da war es nun das kleinste Postoffice der Welt :p Wirklich nichtssagend aber irgendwie lustig. Kurz bei Facebook verlinken „Ich war hier“, ein paar Fotos und dann weiter die ewig lange Straße zur Loop Road.

Auf dem Weg zur Loop Road kommen uns ein paar Blickende Schilder entgegen. Diese weisen uns darauf hin, dass wilde Tiere aktuell die Straße überqueren. Auch hier fangen wir wieder an dumme Witze darüber zu machen, dass die Krokodile einen Knopf drücken damit die Lichter angehen oder an einer Linie halten etc. bis wir am Ende der Strecke dieses Schild entdecken:

Na ja lagen wir also gar nicht so falsch mit unseren Witzen. Sehr schön was es hier alles gibt 🙂 Würde vielleicht auch die ein oder andere Kröte in Deutschland retten :p

Dann kommt sie endlich die Loop Road und hier verpassen wir nicht die Einfahrt. Zum einen dank Navi zum anderen Dank dem Hinweis im Internet mit der Monroe Station.

Der erste Eindruck ist nichts sagend. Es sieht aus wie eine festgefahrene Schotterpiste. Keine Schlaglöcher zu erkennen und auch noch keine Alligatoren :p

Es sieht ehrlich gesagt, erst einmal ziemlich langweilig aus. In unserer Vorstellung sah sie aufjedenfall anders aus 🙂

Wir fahren erst recht langsam und schauen nach links und nach rechts. Hier scheint nichts auf uns zu warten 😦 Keine Krokos in Sicht, aber wir haben ja auch noch ein paar Milen Strecke vor uns.

Es passiert nicht viel. Die Strecke geht gerade, Löchern muss ich keinen ausweichen und schneller als 25 dürfte ich eh nicht fahren. Also fahren wir ganz gemütlich die Straße entlang und halten die Augen offen.

Es gibt immer wieder so Art kleine Brücken mit einem Gekennzeichneten Bereich. Hier wurde das Gestrüpp entfernt und man hat einen guten Blick, dadurch entdecken wir endlich die ersten kleinen Krokos.

Wir steigen aus um sie uns genauer anzuschauen und machen ein paar Bilder. Lange halte ich es aber außerhalb des Autos nicht aus. Ich werde direkt von Stechmücken überfallen und angeknabbert. Ich gebe zu da bin ich etwas pienzig aber ich hasse es gestochen zu werden. Ich kann also keine 5 Minuten außerhalb des Autos verbringen und beschließe daher den Rest der Fahrt im Auto zu bleiben.

Es passiert eh nichts Spannendes. An jeder „Brücke“ fahren wir langsamer – halten – Schauen raus und sehen keine Krokos. Scheinbar haben wir einen schlechten Tag erwischt. Nach der Hälfte der Strecke geht auch noch ein Lämpchen im Auto an. Also erst einmal Handbuch nachschauen, was uns das Auto mitteilen möchte. Ahh ok ein Reifen verliert Luft, na fein. Idealer Zeitpunkt – perfekter Ort.

Mein Ehemann geht raus und checkt die Lage. Nichts zu sehen. Sieht alles normal aus – mhhh das Auto wird doch nicht lügen?! Also entscheiden wir uns, da wir bisher eh keine weiteren Tiere entdeckt haben, die Loop Road einfach mit 25 durch zu fahren und schnell nach Miami zu kommen. Hier eine Panne, mitten im Nirgendwo, das will keiner.

Dem Boardcomputer kann ich noch weitere Informationen entlocken. PSI hinten links nur bei 28, während die anderen so um die 33/34 haben. Ahh daher kommt also die Meldung. Während der Fahrt beobachte ich also ob sich der PSI Wert ändern. Nichts passiert. Das beruhigt etwas.

Auf dem Weg begegnen uns dann auch wieder ein paar Tiere.

Und interessante Bäume

Kurz vor Ende der Loop Road bekommen wir endlich wieder Krokos vor die Linse. Hier tummeln sich einige Tiere. So viele auf einen Fleck und dafür auf der ganzen Road keine :p

 

Ich weiß nicht ob es wirklich so ist, aber das hier scheint wohl das Ende der Loop Road zu sein 😉

Der PSI Wert hat sich immer noch nicht geändert, also soweit alles gut. Wir verlassen die Loop Road und kommen wir auf normale – gerade – Straßen. Hier geht der PSI Wert auch wieder hoch, aber nicht höher als 29.

Nach gefühlten Stunden kommen wir endlich in Miami an. Der erste Blick sieht ganz hübsch aus und wir sind gespannt ob uns Miami überrascht. Von dem was wir bisher gelesen haben, interessiert uns Miami eigentlich gar nicht. Aber man muss es ja mal gesehen haben.

Um 7 Uhr sind wir los gefahren und wir haben nun kurz nach 12. Check-in ist im Hotel erst ab 15 Uhr möglich. Da wir das Auto aber direkt am Hotel stehen lassen wollen steuern wir dieses an. Nach langer Suche und Preisvergleichen haben wir uns für die Villa Italia entschieden. Auf den Bildern sieht es toll aus, es hat 4 Sterne und ist mit 200 Dollar bezahlbar. Zumindest dafür, dass wir uns in Miami Beach befinden.

Als wir ankommen, entdecken wir leider kein Valet Parking Schild. Dies bietet das Hotel aber an. Also fahren wir erst einmal eine Runde um den Block. Ne macht keinen Sinn, nichts zu erkennen. Da mein Ehemann sich nicht traut nach Fragen zu gehen, tauschen wir schnell. Er fährt weiter um den Block und ich frage mal im Hotel nach. Als ich Aussteige, fährt ein LKW weg, der direkt vor dem Hotel und dem Schild „Valet Parking“ stand. Na toll – so konnten wir es natürlich nicht sehen 😉

Ich warte also, winke meinen Mann heran und gehe ins Hotel. Am Empfang wartet ein recht junger Mann auf mich. Dieser hat leider die Freundlichkeit nicht mit Löffeln gegessen, was sehr ungewöhnlich für mich ist. Bisher sind uns im Urlaub sehr freundlich und zuvorkommend entgegen getreten.

Na ja was solls, ich sage ihm also das ich eine Reservierung für heute habe und er entgegnet mir nur „erst ab 15 Uhr“. Ok zweiter Versuch, ich antworte also „Ja ist mir bewusst, ich wollte aber fragen ob es möglich ist mein Auto hier bereits zu parken“. Er sagt nur ja klar ruft den Park Service an und schweigt wieder. Ich frage ob wir unsere Koffer hier am Empfang lassen sollen (da stehen schon eine Menge) oder ob die im Auto bleiben sollen. Er erklärt mir kurz und knapp, dass ich sie im Auto lassen soll und wenn ich sie brauche ruft er wieder nach dem Auto und ich kann sie raus holen.

Gesagt getan, ein Herr vom Valet Parking kommt, wir holen das nötigste aus dem Auto und der Herr fährt. In dem ganzen hin und her habe ich kein Tip gegeben. Valet Parking ist neu für mich, werde es beim nächsten Mal nachholen.

So und nun geht es los in die Stadt. Der Ocean Drive ist vom Hotel nicht weit entfernt. Ich glaube wir laufen 5 Minuten und sind schon da. Das Wetter ist heiß, aber anders heiß als in den letzten Tagen. Die Luft ist sehr schwül und irgendwie klebrig. Meine Haare fühlen sich nach einer Zeit richtig klamm an. Es scheint also eine hohe Luftfeuchtigkeit hier zu herrschen.

 

Der erste Eindruck ist ganz nett. Das Wasser hat eine tolle Farbe, allerdings ist es hier ziemlich Laut und wuselig. Die Leute haben auch alle nicht diese (bisher gewohnte) Freundlichkeit. Mit Kinderwagen hat man immer ein bisschen das Gefühl im Weg zu stehen.

Am Ocean Drive wird es nur lauter – jünger und ohne Kind würde mir das total gefallen. Mein Mann und ich würden uns in eins der Lokale setzen und eins dieser riesigen Cocktails trinken, man sehen die lecker aus. Aber die Realität ist nun einmal anders. Mit Kind und Kinderwagen ist es für uns nicht der richtige Ort. Wir fühlen uns bisschen wie ein Fremdkörper. Also gehen wir weiter.

Eigentlich wäre es auch wieder Zeit für Mini Mann zu schlafen und vorher sollte er vielleicht noch was essen. Wir gehen also durch eine Seitenstraße zurück auf die Washington Ave. und suchen was zu essen. Da wir ziemlich KO sind und nicht lange suchen wollen entscheiden wir uns für Burger King.

Mini Mann ist ein paar Pommes und macht keinerlei Anstalten Müde zu sein, aber zickig ist er. Das spricht dafür dass er schlafen sollte. Wir packen ihn also in den Kinderwagen und gehen wieder spazieren, das Kind in Schlafposition. Aber es passiert nichts, das Kind bleibt wach und schaut sich nur die ganze Zeit um. So wird das nichts. Es ist erst halb 3 und wir entscheiden uns zurück ins Hotel zu laufen.

Dort angekommen setzen wir uns auf die Terrasse und warten bis es 15 Uhr wird.

Es ist immer noch der „nette“ Mann an der Rezeption. Ich gehe rein und lasse nach unserem Auto rufen, damit wir schon einmal die Koffer ausladen können. Als er anruft, sagt er mir noch schnell dass das Zimmer noch nicht fertig sei. Ich bedanke mich und gehe raus um auf unser Auto zu warten.

Es dauert immer gute 10-15 Minuten bis jemand vom Park Service kommt, die Autos scheinen also relativ weit weg zu stehen. Als es kommt, gebe ich dem Herrn 2 Dollar Tip und sage ihm das er warten kann da er das Auto direkt wieder mit nehmen darf.

Wir laden schnell alles aus und warten wieder auf der Terrasse. Der Herr von der Rezeption kommt raus um in den Feierabend zu gehen. Er ruft uns noch zu, dass unser Zimmer noch nicht fertig sei und es noch ca. 10 Minuten dauert. Na super dann warten wir einfach mal weiter. Nach 20 Minuten hat sich bei uns keiner gemeldet also gehe ich rein und frage erneut nach. Der Herr von vorhin scheint keine Übergabe gemacht zu haben, denn sein (freundlicher) Kollege kann die Frage nach dem Zimmer nicht beantworten. Er fragt nach meinem Namen und sagt er wird sofort nachsehen gehen.

Keine 15 Minuten später sind wir im Zimmer.

Das Zimmer ist sauber, ordentlich und groß genug. Es riecht allerdings nach so einem Raumduft (wie das ganze Hotel) und auch hier hab ich das Gefühl das alles irgendwie feucht wirkt. Was aber bestimmt an der Luftfeuchtigkeit liegt. Alles egal, Mini Mann muss jetzt erst einmal schlafen. Und das tut er auch recht schnell. nach 1 1/2 Stunden wollen wir so langsam wieder raus Richtung Stadt.

Wir würden gerne heute Abend noch eine Bus Tour machen, das stelle ich mir am Abend schön vor. Also packen wir alles zusammen und legen Mini Mann vom Bett in den Kinderwagen, denn er schläft immer noch. Kurze Zeit später wird er wach.

Am Ocean Drive stellen wir fest, dass keine Bustour mehr fährt. Die machen hier alle um 18 Uhr zu. Das entsetzt mich ehrlich gesagt ein bisschen. In New York fand ich die Tour zum Sonnenuntergang am schönsten aber gut hier ticken die Uhren scheinbar anders. Also laufen wir einfach wieder durch Miami Beach.

Wir besuchen auch den Strand selber und dieser ist wirklich schön und das für einen Stadtstrand, traumhaft.

Am Strand ist die Gelbe und die Lila Flagge draußen und ich meine von Lovers Key zu wissen, dass Lila irgendwas mit Marine heißt. Was das genau bedeutet habe ich leider keine Ahnung, aber die Lifeguards pfeifen alle aus dem Wasser raus. Scheinbar darf man nun nicht mehr ins Wasser.

Der kleine Mann genießt es im Sand zu spielen und wir können ganz entspannt am Strand entlang laufen. Auch hier ist der Strand stellenweise so fest, dass ich ohne Probleme mit dem Kinderwagen durch komme.

Als der Sand dann doch zu weich ist, biegen wir wieder ab und gehen in dem Park vor dem Strand spazieren. Als Mini Mann den Spielplatz sieht, müssen wir natürlich halt machen.

Wir haben keine richtigen Ziele mehr für heute Abend, außer eins – etwas Essen. Da Mini Mann gerne Pizza ist wollen wir uns etwas Italienisches suchen. Mein Ehemann hat in der Nähe vom Hotel einen Italiener gesehen den wir nun direkt ansteuern.

Was soll ich sagen – das Essen war super lecker! Das Restaurant war angenehm, alle sehr freundlich, die Lage für uns Top und die Preise auch ok. Für uns drei 52 Dollar. Also ich würde da immer wieder Essen gehen 🙂

 

Mini Mann entschied sich für die Nudeln und wir erhielten eine „halbe Portion“. Die war riesig 😮 möchte nicht wissen wie groß dann die normale Portion gewesen wäre.

 

Zum Abschluss machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Beach (Southpoint)

 

Da war er nun – der letzte Abend vom Urlaub. Es hieß nun langsam wirklich Abschied nehmen.

Wir fielen Müde ins Bett und stellten uns für morgen früh den Wecker. Da wir ja heute keine Bus Tour machen konnten, wollten wir dies morgen nachholen. Also Frühs Richtung Bayside und von dort aus dann ne Bus Tour, im Anschluss ab zum Flughafen und dann nach Hause.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s