Ich reiße dann mal kurz aus

Was ein Tag.

Der Morgen beginnt, wie jeder morgen, um 5 Uhr. Normalerweise ziehe ich mich dann schnell an und geh eine Runde laufen. Heute nicht, kaum war ich angezogen und wollte gerade los – steht Mini Mann vor der Schlafzimmertür und ruft nach mir. Er fordert Kuscheln und „Bust“ ein. Ich nehme ihn hoch und er kuschelt sich in mich rein, wie kann man da widerstehen?!

Also ab ins Bett und zusammen kuscheln. Der Tag heute ist eh anders als sonst. Am Mittag habe ich einen geschäftlichen Termin. Da nicht 100% Sicher ist, dass ich es rechtzeitig in die Kita schaffe muss mein Ehemann in der Lage sein den kleinen abzuholen. Dafür brauch er das Auto.

Also fährt mein Ehemann mit in die Kita, setzt mich auf der Arbeit ab und fährt dann selber zur Arbeit.

Im Büro gibt es eine Kleinigkeit nach der anderen die mich Nerven, Stressen und sogar Sauer machen. Ich erreiche bereits gegen 11 Uhr einen richtigen Hass Pegel. Ich habe wirklich selten so Tage aber dann gewaltig. Jeder versuch mich irgendwie runter zu atmen wird von einer neuen Kleinigkeit zu Nichte gemacht.

Mensch heute ist wirklich der Wurm drin – ein gewaltiger Wurm. Warum mich alles so nervt weiß ich auch nicht, aber irgendwie ging es in den letzten Tagen schon Rasant zu. Nicht nur auf der Arbeit auch Zuhause.

Doch dann kommt die Wende – man glaubt es nicht – aber ich schaffe es mal auszureißen.

Mein bereits erwähnter Geschäftstermin steht an und ich muss los. Den Weg lege ich mit einem Leihwagen zurück. Ein kleiner süßer Audi A3. Ein kleines Auto mit drei Türen. Kein Familientaugliches Auto, wenn man mich fragt. Ein 1,6 Motor in der Sport Edition. Schade nur dass das Auto ein Automatik Getriebe ist. Aber egal.

Doch warum erzähle ich das alles- ganz einfach. Als ich dann auf die Autobahn fuhr machte ich die Musik immer lauter – kein Mini Mann der von hinten irgendwas wollte – kein Ehemann der mit mir reden wollte – nur ich und das Auto. Die Musik wurde immer lauter und der Tacho zeigte eine immer schnellere Geschwindigkeit an. Die Autobahn war frei und ich konnte wirklich die Geschwindigkeit etwas ausreizen.

Früher, als ich noch Jung war nicht verheiratet keine Mutter von einem Sohn, fuhr ich öfters mal schnell über die Autobahn. Es war irgendwie ein befreiendes Gefühl. Verbunden mit lauter Musik hat mich das schon immer entspannt.

Diesen Effekt hatte die Fahrt zu meinem Termin auch. Für einen kleinen Moment war ich keine Mama, keine Ehefrau, sondern einfach ich und das kleine süße „Nicht-Familien-Auto“. Klingt vielleicht bescheuert aber es befreite mich. Ich fing sogar an zu kichern und sang laut mit, man tat das mal wieder gut.

Mein Termin lief völlig entspannt und mein Rückweg war auch total entspannt. Leider gab es der Verkehr dieses Mal nicht her entspannt schnell zu fahren – also habe ich es auch nicht gemacht. Safety First gilt nämlich immer 🙂 Dennoch dieser kleine Ausflug – auch wenn es eigentlich Arbeiten war – hat mich total entspannt und mich mal wieder frei fühlen lassen.

Hach ja manchmal geht es doch total einfach sich 10 Jahre jünger zu fühlen 🙂

Ich hoffe ihr hattet alle einen entspannten Mittwoch! Wenn nicht, versucht doch irgendwas was euch früher mal entspannt hat. Ganz allein nur ihr allein. Mir tat es gut und kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

Im übrigen, der Termin war recht schnell vorbei und Mini Mann wurde heute von Mama und Papa abgeholt. Das findet erimmer ganz besonders toll 😀

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