#MeTime Zeit für mich finden

Hach ja was liebe ich Twitter – erst seit paar Tagen Online und schon habe ich eine Menge neuer toller Blogs für mich entdeckt. Aber nicht nur Blogs, nein auch #Blogparaden gibt es da immer wieder. 

Und genau an so einer Blogparade will ich wieder teilnehmen. Dieses Mal hat Mama on the rocks ein Thema gestartet. Der Titel lautet Zeit für mich? Haha

Sie beschreibt hier ihre aktuelle Situation, vor der ich wirklich wirklich den Hut ziehe und mich dann direkt Frage was ich eigentlich für Luxusprobleme habe.

Daher hier mein Beitrag zu diesem Thema.

Ich gehe 33 Stunden die Woche arbeiten, Mini Mann geht in der Zeit in die Kita. Die Kita befindet sich bei mir auf der Arbeit. Für mich bedeutet das einen klaren Übergang von Job 1 in Job 2. Zuhause ist der Mini Mann sehr auf mich fixiert, auch wenn Papa da ist heißt es ständig „Mama Buch lesen?“ – „Mama trinken“ – „Mama…“ usw. 

Sich alleine Beschäftigen kennt der kleine irgendwie nur selten und wenn dann eher kurz. Gestern Abend hat er mal 15 Minuten für sich allein mit Duplo gespielt. Mein Mann und ich haben dies einfach ruhig und staunend Beobachtet. Seltener Anblick.

Gegen 19 Uhr fängt das zu Bett geh Ritual an. Endlich 10 Minuten Ruhe für mich. Denn mein Mann zieht den kleinen um und putz die Zähne. Kaum ist das erledigt ruft es schon „MAMAAAA“ aus dem Kinderzimmer. Das mein Mann den kleinen ins Bett bringt, für meinen Sohn undenkbar. Jeder Versuch wird direkt mit hysterischem Schreien bestraft. 

Die Wochenenden sehen ähnlich aus wie die Wochen, nur das ich nicht ins Büro fahren muss. Haushalt halte ich in den letzten Wochen eher klein. Der läuft nicht weg, aber Zeit für mich allein nur mit mir allein die habe ich eher selten. 

Diese ganze Situation frustrierte mich und ich wurde immer unausgeglichener. Ich fühlte mich ausgelaugt und wenn Mini Mann mal wieder nicht schlafen wollte, hätte ich einfach nur weinen können. Ich weinte auch gerne mal einfach weil ich keine Zeit für mich hatte. Frustration auf allen wegen. 

Ich war nicht nur frustriert weil ich gefühlt keine Zeit für mich hatte sondern weil ich mich gestresst fühlte und trotzdem nicht alles erledigen konnte wie ich es wollte. Der Haushalt kam zu kurz, sonntags backte ich keinen Kuchen, mit dem Kind ging ich auch nicht jeden Tag auf dem Spielplatz. Ich war also mit meiner Leistung unzufrieden und zeitgleich damit unzufrieden gar nicht mehr ich zu sein, sondern nur noch Mama. Selbst richtig Ehefrau und Hausfrau war ich nicht mehr.

Kurz vor der Kur zog ich dann die Reißleine. Es musste Zeit für mich her. Also stand ich morgens eine Stunde früher auf und ging laufen. Dabei nur mein Handy mit meinem Hörbuch. Ich tat was für mich, für meine Seele und meinem Körper. 

Ich wurde dadurch etwas ausgeglichener und kam mehr zu ruhe. Dennoch ist es leider so, dass ich sehr schnell aus der Haut fahre und ich mich dann auch über mich selber ärgere. Dieses Gefühl mag ich gar nicht, aber ich kann es momentan auch nur schlecht unterdrücken. Aber ich arbeite daran, entspannter zu werden. Mehr Zeit für mich zu finden und diese Zeit auch mit Dingen zu verbringen die mich entspannen. 

Mama on the Rocks schreibt in ihrem Beitrag:

Mama on the rocks: Zeit für mich? Haha. #Blogparade

Da mich das alles wirklich sehr beschäftigt, starte ich spontan eine Blogparade zum Thema #MeTime. Was bedeutet für euch «Zeit für mich» haben? Wieso ist das so wichtig oder eben nicht? Habt ihr Zeit, fehlt sie euch? Was würdet ihr gerne in dieser «Zeit» machen? Ist #MeTime als Mutter nur Egoismus? Verschiebt ihr «Zeit» auch gerne auf morgen, obwohl der Tag dann auch nur 24 Stunden und keine einzige Stunde mehr hat?

Diese Fragen möchte ich gerne noch beantworten und damit den Beitrag beenden.

Zeit für mich haben, bedeutet wirklich etwas für mich zu machen. Auch mal nur für mich, auch wenn das vielleicht egoistisch ist aber das muss ich einfach manchmal sein. Ich kann nicht nur geben.

Es ist wichtig für mich um auch einfach mal runter zu kommen, nicht ständig jemanden an seinem Zipfel hängen haben der irgendwas von einem Will. Auch mal einen Gedanken zu Ende denken ohne von einem „MAMA“ gestört zu werden

Mittlerweile habe ich Zeit für mich, dennoch habe ich das Gefühl manchmal täte mir etwas mehr Zeit für mich gut.

Häufig verschwende ich freie Zeit mit nichts tun wie TV schauen und ärgere mich im Nachhinein darüber. Aber ich glaub auch das brauch man manchmal einfach. Was würde ich machen wenn ich mehr Zeit hätte kommt auf die Zeit an. Ich glaub was mir mal wirklich gefallen würde, wäre ein ganzes Wochenende irgendwo hin fahren. Paar Mädels eingepackt und keine Ahnung zu einem Musical gefahren und dort übernachten. Irgendwas was ich auch gemacht hab, bevor ich Mutter wurde. In meinen Träumen fliege ich für ein Wochenende mit meiner Freundin zum Shoppen nach New York. Tja ja dafür sind ja träume da, zum Träumen.

Ob MeTime Egoismus ist – mhh man macht es nur für sich allein. Also wird es wohl in der Definition Egoistisch sein, keine Ahnung. Aber ehrlich eine entspannte Mama kommt nicht nur der Mama zugute 😉

Ja verschieben auf morgen oder später oder morgen früh – das kenn ich. Resultat ist meistens ich mach es dann doch nicht. Frei nach dem Motto „ist völlig überbewertet“

So nun hab ich euch von meinem „Luxusproblem“ der #MeTime bei nur einem Kind berichtet. Wie soll das nur bei 2 werden – vielleicht bin ich doch mit einem ausgelastet. Aber das ist ein anderes Thema 😉

Wie ist es bei euch? Macht mit bei der Blogparade #MeTime von Mama on the Rock

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3 thoughts on “#MeTime Zeit für mich finden

  • Danke für die Teilnahme an der Blogparade, Dein Beitrag hat mir sehr gefallen! Und wenn ich mehr MeTime hätte, hätte ich auch schon früher kommentiert, seufz.
    Was mir seeeehr bekannt vorkommt: Der Wunsch, auch mal einen Satz vernünftig zu Ende denken zu können. Das geht mit Kindern im gleichen Raum einfach nicht. ich vergleiche das dann immer mit „Matschbirne“ 😉
    LG
    Séverine

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    • Liebe Séverine – danke das du dir überhaupt Zeit genommen hast etwas unter meinen Beitrag zu schreiben 🙂
      „Matschbirne“ trifft es sehr gut! Das schlimme ist, dadurch das man seine Sätze nicht mal zu Ende denken „darf“ vergisst man irgendwie auch unmengen, daran habe ich stellenweise sogar echt zu knabbern… „Was wolltest du gerade noch machen?!“ – „Wen wollte ich anrufen?“ – „Was brauchen wir noch dringend, ich wollte irgendwas auf die Einkaufsliste schreiben“ … Um mal ein paar Beispiele zu nennen.

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