Reiserückblick Andalusien 2014

Ich muss einfach mal auf andere Gedanken kommen. Heute wird wieder mal überall das Thema Flüchtlinge Thematisiert. Da mich das Thema momentan schon intensiv beschäftigt möchte ich aber mal „abschalten“ und über etwas ganz anderes berichten.

Bereits vor Wochen habe ich mir vorgenommen einen Reiserückblick aller Reisen mit unserem Mini Mann zu schreiben. Ein bisschen ist er schon rum gekommen. Nordsee, Andalusien, Florida und bald Barcelona

Heute einsteigen möchte ich mit einem Rückblick auf den Urlaub in Andalusien. Das war der erste „größere“ Urlaub. 2 Wochen und auch noch fliegen. Wir entschieden uns für Andalusien da es hier in unserem Reisezeitraum (Juni) am wärmsten sein müsste und die Flugzeit noch im Rahmen war. Ich wollte nicht länger als die 3 1/2 Stunden fliegen. Da war Jerez schon grenzwertig.

Ich möchte dem Urlaub vorweg greifen. Es gab schöne Städtchen die uns gefallen hatten, der Wind am Meer war leider sehr störend und das Wasser im Meer ziemlich kalt. Das war für uns leider etwas enttäuschend. Auch das Haus war zwar schön, aber mit einem Krabbler nicht unbedingt geeignet. Der Poolbereich hatte einen Naturstein der leider die ganzen Beine vom Mini Mann aufkratzten. Aber gut dadurch lernte er vielleicht einen Stück schneller laufen.

Denn wir flogen hin mit einem Krabbler und kamen zurück mit einem wackeligen Läufer 😉

Nun mit etwas Abstand zum Urlaub und bei der Durchsicht der Bilder, muss ich sagen wir hatten dennoch einen sehr schönen Urlaub und sehr viel Spaß. 

Einiges mussten wir vor Ort erst lernen. So entstand hier die große Liebe zwischen Mini Mann und Quetschbeutel. Er war zu dieser Zeit 11 1/2 Monate alt. An seinem ersten Geburtstag flogen wir wieder nach Hause. Ich hatte mir als Ziel gesetzt bis zum ersten Lebensjahr so wenig wie möglich Zucker (eigentlich besser gar kein Zucker) in die Ernährung vom kleinen Mann einzubauen. 

Im Urlaub war das nicht so wichtig, wir waren froh dass es vor Ort mit dem Essen gut klappte. Quetschebeutel, Brotkekse, Nudeln mit Pesto, Garnelen und viel Wassermelone das waren die neue liebe meines Sohnes. Zumindest was essen anging.

Ich habe nun schon ziemlich viel angerissen und doch nicht viel erzählt. Daher gliedre ich das ganze mal

Fliegen mit Baby/Kleinkind

Natürlich informierte ich mich lange und breit vorne weg. Jerez wird von Frankfurt nur von TuiFly oder von Condor angeflogen. Die Preise für den Flug sind recht hoch. So zahlen wir pro Erwachsenen 400 Euro (Hin und zurück).

Für den kleinen buchten wir keinen eigenen Sitz. Wir waren uns des Sicherheitsrisikos bewusst und entschieden uns trotzdem bewusst für den Loop Belt. Wie sich raus stellte wäre alles andere auch sinnfrei gewesen. Condor bietet eine Menge kostenfrei an, wenn man mit Baby fliegt. Sitzplatzreservierung, Vorabend Check-In sowie die üblichen Sachen (Buggy Mitnahme / Koffer / Handgepäck) waren kostenfrei. Ein „Körbchen“ gab es in dem Flugzeug allerdings leider nicht. 

Der Flug lief super. Nach dem Start erhielt ich ein kostenfreies Upgrade und durfte mich mit dem Mini Mann in die Economy Plus setzen. Hier hatte ich eine Menge Platz für uns zwei.

Er nuckelte und schlief bald ein. Er schlief ca. 2 1/2 Stunden und wachte pünktlich zum Sinkflug auf. Starten und Landung fand er toll. Ich redete viel mit ihm und schaute mit ihm aus dem Fenster. Ich erklärte ihm was passiert und lachte viel als wäre das Ganze ein aufregendes Spiel.

Da ich Angst vor dem Druckausgleich hatte, hatte ich extra so Ohrenstöpsel in der Apotheke gekauft und natürlich Nasentropfen eingepackt. Beides haben wir nicht gebraucht/benutzt. Es war also ein total angenehmer Flug. 

Der Rückflug gestaltete sich ähnlich. Allerdings war das Flugzeug ziemlich voll und ich erhielt dieses mal kein Upgrade 😉 Aber das war ja auch auf dem Hinflug absoluter Luxus. Daher mein Feedback zu Condor als Familie TOP 😉

Reiseziel Andalusien (Essen, Strand und Umgebung)

Wie bereits geschrieben waren die Temperaturen ein Grund warum wir uns für Andalusien entschieden. Ich hatte allerdings bedenken, dass der Atlantik einfach zu kalt sein würde. Auch vor dem Wind fürchtete ich mich etwas.

Strand

Wir waren 2009 auf Fuerteventura und da pfiff so ein Wind, dass es einfach tierisch unangenehm war am Strand. Na ja leider wurden die Bedenken auch bestätigt. Das Meer war ziemlich kalt und wellig (was größeren Kindern bestimmt riesig Spaß macht). Nach dem Mini Mann von der ersten Welle etwas mitgenommen wurde und ins Wasser fiel, mochte er das Meer für den Rest des Urlaubs nicht sonderlich.

Der Wind war da hielt sich aber noch in Grenzen. Dennoch wenn man Nass aus dem Wasser kam war es frisch. Für mich als „Neumama“ war das bisschen stressig, hatte ich ständig Angst das der kleine einen Zug bekommt 😉 Ja ja man muss sich da ja auch erst mal finden (als Übervorsichtige Mutter).

Wir kauften ein kleines aufblasbares Planschbecken und nahmen es mit an den Strand. Da wurde das Wasser schnell warm und der kleine Mann hatte Unmengen an Spaß.

Leider war auch der Pool an unserem Haus noch sehr frisch und trotz so einem Neopren Body wollte der kleine selten ins Wasser. Das fanden wir zwar etwas schade, aber dann war es ebenso. Das Wetter war relativ „schlecht“ mit Prognosen die lediglich immer um die 25 Grad vorhersagten war meine Stimmung am Anfang etwas im Keller, bis ich merkte 25 Grad vorhersage bedeutet Strahlend tolles Wetter mit ausreichender Temperatur.


Essen

Wir waren schon ein paar Mal in Spanien. Sowohl Festland als auch Inseln aber Andalusien ist ganz anders. Gehen die Spanier spät essen so gehen die Andalusier noch später essen. Oder es lag daran, dass im Juni einfach noch keine Touristen da sind. Wir hatten Probleme um 18 Uhr ein Restaurant zu finden in dem wir etwas essen konnten. Das fehlte uns dann doch etwas. Wir mussten also notgedrungen auf Kochen/Grillen umsteigen. Was bei der Auswahl an frischen Lebensmitteln aber kein Problem war.


Dennoch war es für uns schade – gehen wir gerade im Urlaub häufig essen – kein Glück mit den Restaurants zu haben. Vor Ort waren das damals halt immer wieder Kleinigkeiten die uns nicht gefielen und uns daher etwas ernüchterten. Dennoch waren wir hier und da mal lecker essen und wenn nicht gab es Zuhause leckeres Essen. Mini Mann entdeckte seine Liebe zu Nudeln mit Pesto (super einfaches Essen – der perfekte Sohn in diesem Moment) und wir grillten gefühlt jeden zweiten Tag Garnelen.

Häufig stießen wir auch auf frittiertes Essen. Was dazu führte das gegen Mitte des Urlaubs ich häufig an Bauchweh litt. Das führte dann ebenfalls dazu, dass wir selten Essen gingen. Irgendwie wollten das Andalusische Essen und ich keine Freunde werden.


Umgebung

Wir hatten ein schön großes Auto und haben damit tolle Ausflüge gemacht. Gibraltar, Sevilla, Cádiz und Tarifa das ist mal so ein Auszug. Wirklich schöne Orte waren dabei und manch einen haben wir auch häufiger als einmal besucht. Gerade Cadiz zum Beispiel hatte mir sehr gut gefallen. Natürlich waren dies einige KM die man zurücklegen musste, aber der kleine Mann machte es super und die Landschaft war stellenweise auch ganz nett anzuschauen 😉


Reisen mit Kleinkind/Baby

Zum Reisezeitpunkt war Mini Mann zwar offiziell noch ein Baby aber ich würde ihn eher als Kleinkind einstufen.

Der Flug war, wie bereits geschrieben, Problemlos. Essen und Schlafen liefen auch ziemlich problemlos ab. Beim Essen mussten wir zwar erst einmal das richtige finden.

Die neue Umgebung hat der kleine Mann sehr gut weg gesteckt. Schlafen im Kinderwagen, im Auto und im Ferienhaus klappte eigentlich überall ohne Probleme.

Grundsätzlich haben wir so viel es geht in den Urlaub mitgebracht (Windeln, Spielzeug, Cremes etc.) und das war auch gut so. Natürlich gab es in Spanien auch Windeln und wir mussten schlussendlich auch noch welche nachkaufen, aber dort waren die Pampers etwas teurer (vor allem nach Abzug der Gutscheine die man von Pampers ja immer mal wieder bekommt) und gefühlt waren die Größen auch etwas anders. Breie, Quetschbeutel und sonstiges kauften wir vor Ort.

Fazit

Ich weiß nicht ob Andalusien mich noch mal sieht, zumindest der Atlantische Teil wird wohl eher schwierig. Aber dennoch es war ein toller Urlaub mit viel Spaß und tollen Erlebnissen.

Vom Alter her fand ich es ideal. Ich würde es jederzeit wieder so machen. Der kleine Mann hatte zu der Zeit unheimlich viel im Urlaub gelernt.

Allerdings startete danach direkt die Kita Eingewöhnung. Da er im Urlaub einen ganz anderen Rhythmus bekommen hat, war das etwas „unvorteilhaft“ da er sich wohl lieber erst einmal wieder an das „normale“ Leben gewöhnt hätte.

Generell hatten wir ziemlich schnell gelernt, dass nun ein anderer Wind im Urlaub weht und ein kleiner Mensch ziemlich viel mitbestimmt.

Zum Abschluss will ich euch noch ein paar Bilder zeigen 🙂 Ich hoffe das ich jetzt keins doppelt erwische.

Übrigens war gerade WM – Mini Mann durfte natürlich auch schauen

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7 Einträge zu „Reiserückblick Andalusien 2014

  • hihihi, ja wenn man deutsche Essenszeiten gewohnt ist, wird das hier sehr sehr schwierig. Meine Schwiegereltern guckten mich auch immer schief an, wenn ich sagte, das Kind isst um 20 Uhr. Mittlerweile ist sie 2 Jahre und wir haben uns an die Zeit 21 Uhr gewöhnt. Den Wind am Atlantik mag ich übrigens auch nicht, wenn wir an den Strand fahren, dann schon an das warme Mittelmeer, am liebsten ohne Wellen und ganz ganz flach. Da typische Essen find ich auch nicht so doll, einfach viel zu viel frittiert. Aber meine Schwiegermama macht auch andere Sachen, die ganz lecker sind. 😉

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