Motivation – Demotivation – Abnahme in 5 Akten

Es gibt wohl wenige Frauen die das Problem nicht kennen. Das doofe Gewicht, wobei am Gewicht will ich es gar nicht fest machen, machen wir es lieber an der Optik fest.

Die miesen fiesen Speckröllchen, die mir beim Blick in den Spiegel einfach den Tag versauen können. Schlimmer noch, es gibt Hotels da befindet sich gegenüber der Dusche ein Spiegel.

Die ganze Wahrheit dargestellt in Speckröllchen, Schwangerschaftsstreifen, schlaffer Haut. Einfach unschön. Wie ich zu meinem Körper stehe, habe ich ja bereits in der Blogparade Mutterkörper dargestellt und den Kampf gegen die Kilos habe ich auch schon thematisiert. Und wieder ist es an der Zeit meinen Frust dazu nieder zu schreiben.

Ich muss etwas ausholen.

Akt 1

Meine Kindheit. Meiner Mutter würde sich gut mit Herrn Lichter verstehen. Gutes Essen gehört mit 250g Butter verfeinert. Ihre Küche war schon immer sehr „schwer“ und fettig. Es musste aufgegessen werden was auf dem Teller war und manchmal eben auch mehr, falls eine Kartoffel übrig ist dann muss die halt auch noch gegessen werden.

Ich gehörte also zu den dickeren Kindern, die beleidigt wurde und dadurch noch mehr aß. Essen wurde mir als Trost mitgegeben und das blieb eine hartnäckige Eigenschaft.

Akt 2

Teenager sein mit Übergewicht ist ne harte Aufgabe. Klamotten Shoppen war eigentlich unmöglich. Irgendwie entwickelte ich trotzdem meinen eigenen Stil und entwickelte sowas wie Selbstbewusstsein. Doch im Innern war ich häufig unzufrieden mit mir.

Abnehmen war immer irgendwie ein Thema aber keins das ich umsetzen konnte, wahrscheinlich weil ich es auch nicht genug wollte und Zuhause mit dem Essen meiner Mutter auch nicht schaffte.  

Akt 3

Irgendwann als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte war ich mit mir und dem Kleidungsstil vollkommen zufrieden. Wenn ich heute Bilder davon sehe, frage ich mich ehrlich wie ich das akzeptieren konnte aber gut. Mein Gewicht steigerte sich stätig weiter, bedingt durch eine Feste Beziehung war es auch erst mal nicht mehr sooo wichtig abzunehmen.

Na ja bis ich so langsam auf eine Grenze zu lief die ich niemals überschreiten wollte. Einen Gewichtspunkt, denn ich jetzt nicht nennen werde, den ich mir als absolutes maximum gesetzt hatte. Als dieser quasi erreicht war gingen alle Alarmsignale an. Das war ungefähr 2007

Akt 4

Ich fing an abzunehmen. Weight Watchers half mir dabei. Ich machte ziemlich lang Weight Watchers, allerdings machte ich auch immer wieder „Pausen“ und musste somit manches Kilo mehrfach abnehmen. Als wir 2008 beschlossen zu heiraten, war das auch noch mal ein Grund abzunehmen und motivierte mich erneut, wollte ich doch eine tolle Braut sein 😉

Zwischen 2007 und 2009 nahm ich ca. 9 kg ab. Bei meiner Hochzeit war ich schlanker aber noch lange nicht zufrieden. Es war keine Meisterleistung aber ein guter Anfang. Nach der Hochzeit ging es nur sehr langsam mit den kgs runter. Leider ging es auch immer wieder rauf. Bis 2012 hatte ich insgesamt 14 kg verloren.

Akt 5 

Ich wurde Schwanger. Die Zeit 2012 -2013 muss man also eigentlich Ausblenden. In einer Schwangerschaft abnehmen, für mich unmöglich. Soll ja Frauen geben, denen es so ergeht. Nach der Schwangerschaft hatte ich 10 kg mehr drauf. Also wieder von vorne. Nach einem Jahr hatte ich wieder mein Gewicht von vor der Schwangerschaft erreicht. Ich war also wieder bereit weiter zu machen wo ich aufgehört hatte.

Die ersten kg gingen nur schleppend weg. Es war ein Kampf und auf einmal machte es KRACH und irgendwie waren sie weg. Einfach so. Seit 2014 habe ich weitere 15 kg verloren. Also seit 2007 ganze 30 kg. Noch weitere 20 sind mein Ziel und nun das – das große Loch.

Aktuell

Ich war so schön motiviert. 5-mal die Woche Sport war in meinem Leben integriert. Das Gewicht ging langsam aber sicher immer runter. Tja und dann, dann kam „eine Verletzung“. Von jetzt auf gleich konnte ich nicht mehr laufen. Mein Fuß tut weh, abrollen nicht mehr möglich.

Nun bin ich schon in der dritten Woche ohne Sport. Mein Gewicht leichte Tendenz nach oben 😦 ich kann das nicht durch weniger Essen ausgleichen ich brauche den Sport für eine Abnahme. Das ganze frustriert und demotiviert mich massiv. Ich könnte immer wieder zum Tröster „Essen“ greifen und tue mich echt schwer mit der aktuellen Situation.

In 2 Wochen habe ich einen Termin beim Orthopäden. Das ist dann der dritte den ich aufsuche und ich hoffe er kann mir helfen. Der erste sprach von einer Überbelastung und sagte ich solle das Bein schonen und Gewicht verlieren (wie soll das gehen?!), der zweite sagte mir ich habe einen Bänderriss und ich müsste mich einer schwerer OP unterziehen. Da ich diese zwei Aussagen so gravierend unterschiedlich fand, versuch ich es mal mit Arzt Nummer 3. Vorerst habe ich eine Bandage vom Arzt verschrieben bekommen.

Die gehe ich heute im Sanitätshaus abholen, mal sehen ob mir das hilft. Ich brauch den Sport, nicht nur für die Abnahme auch als „MeTime“.

Drückt mir also bitte die Daumen, dass mein Fuß bald wieder schmerzfrei ist.

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