Barcelona – Rummel, Rambla und Ruhe Teil 1

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass wir in Barcelona waren.
Aber die Erinnerungen sind noch frisch und ich möchte euch diese nicht vorenthalten.

Hier also meine Erfahrungen von Barcelona mit Kleinkind und Kinderwagen.

Leider musste ich den Bericht auf zwei Teile teilen, er wäre sonst einfach zu lang geworden. Der erste Teil beinhaltet allgemeines, Busrundfahrt, Sagrada Familia und den Plaça Catalunya.

Für 5 Tage im November zog es uns dieses Jahr nach Barcelona. Noch ein bisschen Sonne Tanken und meiner Mutter etwas von der Welt zeigen.

Es ist der erste Urlaub mit Oma und war definitiv eine Erfahrung wert 😉 doch das wäre wohl unabhängig vom Reiseort so gewesen.

Wir hatten uns für Barcelona ein paar Sachen zusammen gesucht aber leider nicht alle geschafft. Bereits nach dem ersten vollen Tag in Barcelona war klar – es ist von Vorteil gut zu Fuß zu sein und das konnte meine Mutter leider nicht bieten.

Ich empfand die Stadt als relativ laut und wusselig. Das machte sich auch bei Mini Mann bemerkbar. Trotz ständig mitgeführten Kinderwagen fand er keine Ruhe für einen Mittagsschlaf. Da konnte er noch so fertig sein er blieb einfach wach. Dabei war es egal ob er vorwärts oder rückwärts fuhr.

Aus irgendwelchen Gründen hatten wir unsere Trage zuhause vergessen und das rächte sich leider etwas. Denn Mini Mann wollte oft getragen werden und zwar *trommelwirbel* von mir. Der Papa war da keine alternative. Aufgrund von Beschwerden im Rücken konnte ich dies aber nicht dauerhaft (ohne Trage) machen und auf die Schultern setzen geht bei mir schon mal gar nicht bzw. für maximal 10 Minuten.

Generell schien die Stadt bei Mini Mann irgendwas zu bewirken, dass er wieder massiv auf mich fixiert war. In der Wohnung zum Spielen war Oma auch ok. Aber draussen in der Stadt durfte ich mich nicht zu weit entfernen. Mein Entspannungsfaktor nach dem Urlaub liegt daher bei gefühlten -100.

Es war dennoch ein schöner Städtetripp, obwohl ich mit dem Catalan etwas überfordert war. Bei meinem Reisebericht und meinen Bewertungen liegt das Augenmerk hierbei auf Kleinkind und Kinderwagen. Na ja manchmal auch Senior 😉

Ein paar Basics muss ich noch erwähnen. Da wir zu viert waren wäre ein Hotel nur in der Konstellation 2 Zimmer mit 3 / 1 Belegung gegangen und war unterm Strich zu teuer. Ausserdem wollten wir gern etwas mit Küche haben. Gerade mit Kleinkind finde ich sowas mega praktisch und günstiger 😉

Denn der Urlaub sollte dieses mal günstig gehalten sein. Zum einen damit meine Mutter ihn sich auch leisten kann und zum anderen hatten wir dieses Jahr schon einen teuren Urlaub und auch wir können uns nicht alles leisten.

Daher entschieden wir uns für einen Flug mit Vueling. Dieser lag bei 30 Euro pro Person günstiger als bei anderen Gesellschaften. Dafür muss man mit Abstrichen rechnen.

Fliegen mit Vueling

Hier lasse ich erst Bilder sprechen

Kaugummi in der Sitzlehne

Naaa – sieht aus wie eine Fluggesellschaft mit der ihr fliegen würdet oder? Der Hinflug war schon grauenvoll. Der Sitzabstand war wirklich minimal und das Flugzeug dreckig und aus meiner Sicht kaputt. Die Sitzlehnen waren mit Klebeband geklebt und beim Landen schaute auf einmal diese Gummidichtung über mir raus.

Getränke und Essen kosteten Geld – das wussten wir aber schon. Die Preise an Bord fand ich auch nicht überzogen. Das Service Personal war auch freundlich. Dagegen kann ich echt nichts sagen.

Aber ehrlich diese Maschine ging einfach gar nicht. Mir graute also schon vor dem Rückflug. Hier wurde ich dann aber positiv überrascht. Neue Maschine, größerer Sitzabstand als beim Hinflug alles sauber und nichts kaputt. So lass ich mir das gefallen.

Der Preisunterschied lag bei 30 Euro pro Person. Machte sich also bei 4 durch aus bemerkbar. Wir durften 10 KG Handgepäck – was mir auch positiv auffiel – mitnehmen und jeder von uns 23 KG im Koffer.

Ich bin allerdings unentschlossen ob ich noch mal mit Vueling fliegen würde. Mit einer neuen Maschine definitiv, mit einer alten puuuhhh ich glaub weniger. Aber weiß man das vorher?

Der Frankfurter Flughafen Terminal 2

Der Vorteil dieses Terminals ist definitiv der Mc Donalds mit einer riesigen Spielfläche.

Man hat einen super Blick auf landende Flugzeuge – kann was essen und die Kinder sich bewegen.

Leider ist hier wenig für Kleinkinder. Es gibt eine Mini Baby Rutsche und ganz viele große Tunnelrutschen. Das perfekte Zwischending für Kleinkinder fehlt. Allerdings gibt es dennoch genug Möglichkeiten. Mini Mann fand die halbe Stunde, die wir uns dort aufhielten, keinesfalls langweilig.

Nach der Sicherheitskontrolle wartete noch einmal ein kleiner Spielplatz auf den Mini Mann. Es reichte um sich zu bewegen. Ich persönlich finde das immer wichtig vor einem Flug.

Leider gab es in unserem Wartebereich keine Wickelmöglichkeiten – nicht mal funktionierende Toiletten (werden gerade saniert). War für uns nicht so tragisch – ne Pipi Windel bekommen wir schon lange im stehen gewickelt.

Ich würde den Terminal 2 definitiv als Kleinkind freundlich bezeichnen. Man hat eigentlich alles was man braucht. Es könnte aber in manchen Punkten etwas mehr sein – dem Kind hat es aber definitiv gelangt 😉

 

Barcelona mit Kleinkind

Generell habe ich ja dazu schon ein paar Worte verloren.
Die Stadt ist sehr voll und wusselig. Jeder reagiert darauf anders. Mein Sohn reagierte mit dem Wunsch nach ganz viel Nähe.

Ansonsten bleibt zu sagen, die Spanier waren gewohnt freundlich in Hinsicht auf den kleinen. Sie machten immer wieder Späße mit ihm und versuchten ihn zum Lachen zu bringen. Auch wenn ihn das null interessiert hat. Es gab immer wieder Möglichkeiten, dass der kleine sich austoben konnte. In Form von öffentlichen Plätzen oder Spielplätzen.

Der Kinderwagen war nie ein Störfaktor und in der Regel gab es immer Wege um mit dem Kinderwagen sein Ziel zu erreichen. Details folgen hier aber in den einzelnen Themengebieten.

Die Spielplätze empfand ich als sehr sauber und gepflegt, auch wenn es scheinbar unüblich ist einen Spielplatz mit Sand auszustatten. Meist bestand der Boden aus diesem weichen „Spielboden“. War auch mal ganz angenehm nicht ständig 1 kg Sand in den Schuhen zu finden.

Kleinkind Schaukeln habe ich nur einmal gesehen. Es gibt Schaukeln die etwas niedrig angebracht sind. Die Spanischen Kinder hatten damit eine Menge Spaß – Mini Mann kam damit irgendwie nicht wirklich zu Recht.

Immer wieder eine Möglichkeit zu kleinen toben zu lassen – wenn irgendwer Riesenseifenblasen gemacht hat. Für die 15 Minuten Spaß, gibt man auch gern mal 50 Cent aus (als Obolus)

So hat man uns öfters gesehen. Mini Mann der unbedingt getragen werden will und ich die ihn tröstet und ihm versucht zu erklären, dass das nicht geht.

Barcelona im November

Vor dem Reisezeitraum November hatte ich etwas Angst. Das Wetter war eine Größe die ich gar nicht greifen konnte. Ständig schaute ich im Wetter App nach dem Wetter und es zeigte nichts Gutes an. Zwar warm (20 Grad) aber regen. Regen ist für einen Städtetripp äußerst unvorteilhaft wie ich finde.

Wir erhofften uns aber mit dieser Reisezeit eine „leere“ Stadt mit wenig Touristen.

Vom Wetter her war es traumhaft. 22 Grad im Schnitt, in der Sonne durch aus mal bis 26/27 Grad oder mehr (gefühlt). Es war durch aus T-Shirt Wetter. Eine Jacke sollte man aber immer dabei haben, im Schatten war es dann doch etwas kühler.

Für November war aus meiner Sicht ziemlich viel los. Die Busse waren gut besucht und auch die anderen Sehenswürdigkeiten waren nie leer. Bei der ein oder anderen war auch anstehen an gesagt.

Ich würde es als ideale Reisezeit mit Kleinkind bezeichnen. Nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß.

Stadtrundfahrt mit dem Bus

Es gibt zwei große Unternehmen die Busfahrten durch Barcelona anbieten.
Von der Strecke her geben sich die beiden nichts. Beide fahren mit 2 Touren (im Winter / im Sommer sind die Touren länger das lösen die beiden Gesellschaften unterschiedlich) durch Barcelona. Preislich sind sie auch relativ nah beieinander. Es gab nur einen kleinen Unterschied, der auch Grundlage für die Entscheidung war, Gray Line bietet einen Senior Tarif an – Citysights nicht.

Somit entschieden wir uns einfach für die günstigste Variante. Gefühlt sah man allerdings mehr Citysights Busse durch die Gegend fahren. Wir mussten aber nie lange warten und die Mitnahme des Kinderwagens war auch kein Problem. Dieser musste aber immer zusammen geklappt werden.

An einem Tag hatte Mini Mann geschlafen und wir durften dann den Kinderwagen mit schlafenden Kind trotzdem mitnehmen und im ganzen abstellen.

Das Personal ist in der Regel freundlich und man sieht das wichtigste. Es empfiehlt sich aber auch mal auszusteigen und die Gegend zu Fuß zu erkunden – wenn man dazu in der Lage ist.

Die Band Ansage ist eher langweilig gesprochen und die Kopfhörer haben eine hohe Ausschussrate. So war jedes zweite Paar das wir erhielten einfach kaputt. Es rauschte und kratzte im Kopfhörer dazu noch das Kind das auch irgendwas erzählte – ich entschied mich also direkt dem ganzen einfach gar keine Chance zu geben und habe mir die Ansagen gar nicht erst angehört. Daher kann ich euch wenig Geschichtliches erzählen, aber fahrt einfach hin und vielleicht habt ihr ja mehr Glück und könnt den Erzählungen der gelangweilten Dame auf Band zuhören.

Immer schön fest halten 😉

Sagrada Familia

Da kann der BER sich noch eine Scheibe von Abschneiden. 1882 fing man an die Kirche zu bauen. Fertig soll sie wohl 2026 sein. Zu Gaudi´s 100. Todestag. Gaudi ist wohl mit einer der Gründe warum die Kirche so beliebt und bekannt ist.

Von außen trifft sie nicht wirklich meinen Geschmack von innen ist sie aber eine Farbenpracht ohne Gleichen. Ich liebe Buntglas Fenster und hier bekommt man eine Menge davon.

Die Kirche kann ohne Probleme mit Kleinkind und Kinderwagen erkundet werden. Mein Mann und der Kinderwagen mussten einen separaten Eingang nehmen, denn der Haupteingang ist nur über Treppen zu überwinden. Grundsätzlich war dies aber kein Problem. Nur Mitarbeiter A – der meinen Mann zum Seiteneingang brachte – sagte Mitarbeiter B nicht warum er meinen Mann dort hin brachte und Mitarbeiter B war der Meinung er solle doch bitte zurück zum Haupteingang.

Nach kurzer Diskussion durfte er aber die Rampe hoch laufen. Diese ist relativ steil, mit Kinderwagen aber ohne Probleme machbar. Alle Bereiche waren für uns mit Kinderwagen zugänglich. Es gab Ecken (in der kleinen Schule) die zu schmal waren um rein zu gehen. Aber grundsätzlich kein Problem.

Der Eintritt liegt aktuell bei ganzen 15 Euro pro Erwachsenen. Was ich schon als ziemlich viel empfand. Kinder unter 11 zahlen noch nichts und Erwachsene über 65 bekommen einen reduzierten Seniorpreis. Dieser liegt aber immer noch bei 13 Euro, dies ist auch der Preis den Kindern zwischen 11 und 18 zahlen müssen.

Wer zusätzlich noch in einen der Türme will, zahlt zusätzlich 4,50 Euro. Aber Achtung – da wir keinen genauen Zeitplan hatten wann wir was besichtigen, hatten wir erst einen Tag vorher die Karten Online gekauft. Dies empfehle ich zwingend. Doch leider gab es da bereits keine Karten mehr für die Türme.

Sowohl Eintrittskarten als auch Karten zu den Türmen sind limitiert. Um 12 Uhr stand an den Tickethäuschen bereits, dass alle Eintrittskarten verkauft seien und das im November. Ich war etwas traurig darüber, dass ich keine Karte mehr für den Turm bekommen habe, aber das ließ sich nicht ändern. Auch zwei Tage im Voraus war nichts mehr zu bekommen. Also wer unbedingt in die Türme will – vorher buchen. Wer nur in die Kirche will – wenigstens einen Tag vorher Online kaufen.

Zu erwähnen wäre noch, Kinder unter 6 dürfen nicht auf die Türme hoch. Kinder unter 16 nur in Begleitung eines Erwachsenen.

Die Krypta der Sagrade kann kostenfrei besichtigt werden. Diese befindet sich links neben dem Ausgang (wenn man auf die Sagrada schaut). Den Eingang kann man schnell mal übersehen, also mit offenen Augen nach dem Eingang suchen.

Sowohl in der Krypta als auch am Eingang zur Sagrada werden die Taschen auf Metallgegenstände untersucht. Mitnahme von Essen und Trinken sind dabei kein Problem.

Den Besuch in der Krypta würde ich auf jedenfall empfehlen. Er ist kostenfrei und man kann ein Kerzchen an machen. Ausserdem ist hier Gaudi begraben. Wer keinen Eintritt für die Sagrada zahlen will sollte wenigstens hier rein gehen. Wobei man hier nichts findet was mit dem Innenleben der Sagrada zu vergleichen ist.

Bereit für ein paar Bilder?

 

 

 

 

 

 

Plaça Catalunya

Geschichtlich ist der Platz bestimmt ganz wichtig. Ehrlich gesagt keine Ahnung. Aber er ist ein toller „Spielplatz“ auch wenn ihr mir lieber einen etwas saubereren Platz gewünscht hätte.

Auf dem Platz tummeln sich gefühl Tausende Tauben und Mini Mann hatte einen riesen Spaß beim beobachten oder auch wegscheuchen. Viele versuchen die Tauben mit Futter anzulocken um sich so mit den Ratten der Lüfte zu fotografieren. Kann ich echt nicht verstehen, finde die Viecher nur eklig.

Hier ist Aufpassen angesagt. Viele Vögel bedeutet auch viel Sch**** auf dem Boden. Der Kinderwagen und meine Hose haben auch etwas abbekommen von den Schuhen vom kleinen will ich gar nicht sprechen.

Bevor er getragen werden konnte, mussten die Schuhe erst mal gereinigt werden.

Vom Platz aus kann man die Rambla runter zur Statur von Kolumbus laufen. Es ist also der perfekte Start für einen Spaziergang. Ausserdem beginnen hier alle Buslinien es ist also auch ideal um von der einen Tour in die andere zu wechseln.

—to be continued…

 


Kleiner Hinweis für die Leser: Für diesen Beitrag habe ich keine Gegenleistung erhalten. Er entspricht lediglich meiner Erfahrung und spiegelt meine Meinung wieder.

 

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