Auto fahren – entspannt Reisen/gestresst ankommen

Theorie und Praxis – manchmal liegen diese Welten so weit von einander entfernt.

In der Theorie lieben alle Kinder Auto fahren, genießen es raus zu schauen oder ein Buch zu lesen bevor sie sanft in den Schlaf gleiten.

Die Praxis sieht da bei uns ganz anders aus…

Der erste Kontakt von Auto und Mini Mann

Schon bei der ersten Fahrt, nämlich vom Krankenhaus nach Hause, zeigte uns Mini Mann lautstark was er vom Auto fahren hält. Nämlich gar nichts. Er schrie sich in diesen 20 Minuten Auto fahrt die Seele aus dem Leib. Damals war gerade mal 1 1/2 Tage alt und wir hofften einfach das sich das legt.

Falsch gedacht. Na ja also doch klar irgendwann legt sich das, aber die ersten Monate waren Fahrten im Auto grauenvoll. Alleine fuhr ich wirklich nur im Notfall. Wir fuhren in der Regel zu dritt, ich hinten beim Mini Mann um den Versuch  zu starten ihn zu beruhigen. Gelang nicht immer.

Als er 13 Wochen alt war, legte es sich etwas und wir schafften es sogar zur Nordsee zu fahren. Wobei die Fahrt so aussah, dass er von den 5 Stunden 3 1/2 Stunden schlief, ne 3/4 Stunden heulte und den Rest sich irgendwie ablenken lies.

Besserung

Nach dem wir Autofahrten minimiert hatten und ich das meiste nun zu Fuß erledigte, besserten sich die wenigen Fahrten. Wir trauten uns wieder häufiger Auto zu fahren.

Natürlich saß ich immer noch hinten. Aber hey vorne hatte ich Fußraum-technisch weniger Platz als hinten, von daher war es ok. Um so älter Mini Mann wurde, um so längere Fahrten konnten wir machen. Aber er blieb kein Autofahrer-Kind.

Ihm war das langweilig, auch wenn er gern mal aus dem Fenster schaute, ein Buch lass oder mit mir Sang – er hatte einfach schnell keine Lust mehr und wollte lieber laufen.

Mit einem Jahr kam er dann in den Kindergarten und das bedeutete jeden Tag mindestens 30 Minuten Auto fahren. Das waren Fahrten die sich im Rahmen hielten und für ihn machbar waren ABER Mama musste Entertainen: für Essen sorgen, Buch Nachschub bereit halten, ihm was vorsingen usw. usw.

Streßige Situationen

Wenn man nun Entertainer spielt und zeitgleich Auto fahren muss, dann kann das (zumindest bei mir) schnell mal eine streßige Situation erzeugen.

Ich erinnere mich da an einen Tag von dem ich gern mal als Beispiel berichten möchte:

Es war eigentlich ein ganz normaler Tag, ich holte Mini Mann von der Kita ab und seine Stimmung war schon  nicht mehr die Beste. Was genau die Ursache seines Weinens war weiß ich nicht mehr. Aber er quengelte. Alle Versuche scheiterten ihn aufzuheitern, es würde also ein lustige Fahrt werden.

Ich hatte noch ein paar Kekse und bot ihm welche an. Er sagte nein und schlug gegen meine Hand. Dabei fiel ein Keks runter. Ich nach die Kekse wieder nach vorne und mein Sohn auf der Rückbank entschied sich unter Tränen nun doch Kekse haben zu wollen.

Es sollten aber nicht irgendwelche Kekse sein, nein es musste jetzt der sein der runter gefallen ist. Dieses Szenario ereignete sich an einer roten Ampel, davon gefolgt ist direkt die Autobahn Auffahrt auf der ich mich befand als ich dem Kind versuchte zu erklären – ich kann jetzt nicht ich muss doch Auto fahren.

Sein geweine und Gejammer wurde nicht besser und streßte mich. Dabei noch konzentriert und gut Auto fahren ist etwas das ich nicht beherrsche. Also am nächsten Rastplatz raus gefahren – Keks gesucht – Kind glücklich und ruhig. Puuuh schnell mal durchatmen, ins Auto steigen und schnell nach Hause!

Was bei uns geholfen hat 

Das ist nur ein Beispiel von Fahrten, wie sie laufen können. Es ist nicht jedes Mal so, es gab aber eine Zeit da waren die 30 Minuten morgens und abends alles andere als entspannend oder streßfrei.

Auch lange Fahrten sind ein wirklicher Kraftakt. Wie versuchen diese immer in den Mittags/Abendschlaf zu legen umso für uns alle für ein entspanntes Fahren zu sorgen.

Im Übrigen fahren wir noch Reboarder. Das gejammere hat damit aber nichts zu tun. Im Gegenteil der Reboarder bietet eine Menge Vorteile. Ich sehe mein´Kind im Spiegel. Ich kann ihm leichter etwas in die Hand geben und Spielsachen oder Bücher fallen nur in seinen kleinen Fußraum. Dadurch kommt er meist selbst wieder dran um sie aufzuheben.

Ich habe auch festgestellt, dass Mini Mann ruhiger ist seit dem wir im Auto einen Organizer haben. Keinen an dem Beifahrer-Sitz, dass würde ja aufgrund des Reboarders nichts bringen. Sondern auf dem mittleren Sitz. Den haben wir uns vor ca. einem Monat geholt.

In dieser Organizer habe ich alle Bücher drin, die sonst im Auto rum geflogen sind. Die Bücher werden gelegentlich auch ausgetauscht. Das schöne? Mini Mann kommt allein an diese Bücher dran und beschäftigt sich nun selbst. Es funktioniert nicht immer aber die Autofahrten werden wirklich entspannter.

Des Weiteren haben wir so ein Magna Doodle in günstig gekauft und auch damit kann sich der kleine während der Fahrt gut beschäftigen. Das schöne für mich, ich fahre wirklich viel entspannter und kann sogar mal entspannt dem Radio lauschen.

Und bei euch?

Lieben eure Kids Auto fahren? Was war euer Trick?
Bin gespannt auf eure Berichte

 

Mutterstiefchen

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