Murphys Gesetz

Die letzten Wochen waren anstrengend. Mini Mann war krank, auf der Arbeit war es nerven aufreibend, die Nächte waren schlecht und wir hatten wenig Zeit mal durchzuatmen.Ein „Notfall“-Plan wurde geschmiedet.

Am Freitag würde die Kita geschlossen bleiben und wir haben einen Tag frei. Diesen Tag wollten wir Mini Mann bei den Schwiegereltern über Nacht lassen und diese einfach nur zu zweit verbringen, in einem Hotel. Das würde den Vorteil bieten, dass wir als Familie immer noch das Wochenende zusammen haben aber wir als Paar trotzdem eine Auszeit hatten. Ja ja immer diese Pläne…

Vorfreude

Ich weiß nicht genau was aktuell los ist, aber Mini Mann schläft schon wieder massiv schlecht. Kaum eine Nacht in der ich nicht aufstehen muss, allgemeine Unausgeglichenheit, nicht in die Kita gehen wollen und viele Diskussionen mit dem kleinen.

Die Situation Zuhause ist also angespannt und wir als Eltern sind es auch. Wir merkten, dass wir eine kleine Auszeit brauchten und planten daher eine Nacht in einem Hotel auswärts.

Unsere Wahl fiel auf Düsseldorf, aus zwei schönen Gründen. Zum einen wollte ich einen meiner bester Freunde mal wieder sehen und zum anderen stand „Sushi in Düsseldorf“ ganz oben auf unserer Wunschliste. Ein günstiges Hotel war schnell gefunden und gebucht.

Natürlich war vorher alles mit meinen Schwiegereltern und meinem Freund besprochen. Seit mehr als einer Woche waren die Unterhaltungen gespickt von „Ich freu mich auf Düsseldorf“ – „Nur noch ein paar Tage durchhalten“ – „Endlich durchschlafen“… Wir hielten uns also aufrecht mit dem Gedanken bald etwas Freizeit für uns zu haben.

Murphy

Donnerstag Abend war noch alles in Ordnung, alles war gut , die Vorfreude war unermesslich. Mini Mann hatte letzte Woche noch Krupp Husten, davon war aber kaum noch was übrig, alles Stand also auf GO.

Doch dann kam Murphy mit seinem doofen Gesetz.

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen

Quelle: Murphys Gesetzt http://www.wikipedia.de

Es ist 2:23 Uhr und es weckt mich ein lauter Schrei durchs Babyphone. Ich laufe ins Kinderzimmer und nehme Mini Mann hoch um ihn an mich zu kuscheln. Bereits beim rein gehen frage ich was passiert ist, bekomme aber nur weinen und schreien als Antwort. Ich gehe von einem Alptraum aus, denn auch diese scheinen Ihn in manchen Nächten zu besuchen.

Also wie bereits geschrieben, ich nehme ihn hoch um ihn an mich zu kuscheln und stelle fest, dass er ziemlich nass ist ?! Ich wundere mich für eine Millisekunde und dann stelle ich es fest: Ich kuschele gerade ein Kind voll erbrochenem an mich. NA TOLL

Ab ins Bad Bestandsaufnahme. Ok einmal alles ausziehen. Das Kind weint immer noch und viel schlimmer es spuckt auch immer wieder mal. Ich greife nach einem Handtuch und beruhige das Kind. Mein Mantra hört sich irgendwie so an:

Es ist ok – Spuck ruhig auf das Handtuch – es wird besser -es ist gar nicht schlimm

Quelle: Ich nachts mit brechendem Kind

Zwischen dem Mantra entfährt mir so etwas wie ein „Ok, Düsseldorf ist gestorben“. Mein Mann steht nun auch auf und kommt zu uns um ein Update über die Situation zu erhalten. Als er versteht, was genau das nächtliche Problem ist, fängt er an das Bett vom Mini Mann abzuziehen. Was eine Sauerei.

Mini Mann scheint schmerzen zu haben er weint, schreit und bricht. Man muss das wirklich jetzt sein? Also versteht mich nicht falsch, ich leide furchtbar mit dem kleinen Mann mit aber ich bin auch etwas down. Vielleicht hat er ja nur was schlechtes gegessen. So die Hoffnung, also erst einmal warten.

Ich ziehe den kleinen Mann um und bringe ihn in mein Bett. Er erbricht sich noch ein paar Mal und auch den Tee den wir ihm geben, bekommen wir direkt wieder serviert. Er weigert sich zu schlafen oder sich hinzulegen. Er will einfach nur im Bett sitzen. Nach fast zwei Stunden bekomme ich ihn überzeugt doch noch etwas zu schlafen. Um 4 Uhr nachts hatte ich bereits meinem Freund geschrieben, dass ich nicht sicher bin ob wir kommen können.

Um 6:30 Uhr stehen meine zwei Männer auf und gehen ins Wohnzimmer, ich hole etwas schlaf nach. Auch nach dem Aufstehen übergibt sich der kleine Mann noch ein paar Mal. Egal was er zu sich nimmt, er bricht es wieder aus. Es ist furchtbar mit anzusehen. Unsere Hoffnung, dass es nur was temporäres war schwindet.

Krankes Kind trifft auf Freizeitwunsch

Die Stimmung bei meinem Mann erreicht einen Tiefpunkt. Er hatte sich noch mehr auf die Freizeit gefreut als ich. Wir entscheiden uns noch nicht alles abzusagen aber definitiv den Vormittag zuhause zu bleiben. Vielleicht geht es ihm ja bald besser und wir können um die Mittagszeit fahren. Es ist ein ständiges schwanken zwischen „Kind geht vor“ und „Wir brauchen aber auch mal wieder Zeit für uns“.

Mini Mann behält nichts in sich, dass ist für mich ein eindeutiges Zeichen für „Das wird nichts mehr“. Das komische an der Sache ist – ansonsten ist er fit. Er sieht etwas blass aus, aber er fiebert nicht, ist nicht schlapp oder sonst irgendwas. Dennoch ich bin der Meinung, ihn hat es erwischt. Magen Darm soll in den letzten Tagen rum gehen. Warum müssen wir denn alles mitnehmen?

Gegen 10 Uhr gehe ich zur Apotheke und Einkaufen. Ich besorge Vomex Zäpfchen und einiges an Knabbereien für den kleinen. Egal was, Hauptsache er isst irgendwas und hoffentlich bleibt es drin. Zuhause angekommen ist Mini Mann alles andere als erfreut ein Zäpfchen zu bekommen, irgendwie schaffe ich es aber und wir warten kurz bevor er was essen darf.

Scheinbar habe ich mit einigen der Knabbereien ins schwarze getroffen und er mampft los. Zwar nicht viel aber etwas und er trinkt auch endlich wieder was. Das schönste es bleibt auch alles drin. Dennoch wir stornieren das Hotel, die Reservierung im Sushi Restaurant und informieren die Schwiegereltern sowie meinen Freund.

Den restlichen Tag verbringt Mini Mann auf der Couch ohne zu brechen. GOTT SEI DANK! Die Zäpfchen haben geholfen und unsere Hoffnung keimt wieder etwas auf. Vielleicht ja morgen?

Hoffnung vs. Murphy

Wir pfeifen auf Murphy – wir müssen raus. Entspannte Eltern sind Glückliche Eltern – haben glückliche Kinder – sohooo! Das hast du davon Murphy – wir können dich echt nicht leiden (hier bitte ein kleines bockiges Kind vorstellen).

Also buchen wir das Hotel für morgen neu und reservieren erneut einen Tisch und hoffen erneut auf eine entspannte Nacht auswärts. Aber wir freuen uns einfach nicht drauf, vielleicht klappt es ja dann 😉 Das ganze findet natürlich nur unter der Prämisse statt, dass die Nacht gut läuft und der kleine morgen früh fit ist.

Was auch immer es war, was den Mini Mann so brechen hat lassen, wir hoffen das es nur von kurzer Dauer war! Und das nicht nur weil wir gern weg fahren wollen, sondern viel mehr weil der kleine dieses Jahr echt schon genug krank war.
Drückt uns die Daumen 🙂

 

Mutterstiefchen

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