Buch-Rezension: Mama, I need to KOTZ! – Lucie Marshall

Am 20.06.2016 erschien im Goldmann Verlag das Buch „Mama, I need to KOTZ!“ und ich hatte die große Ehre ein Rezensionsexemplar des Buches zu erhalten.

Das Buch handelt um die zeitweilige Auswanderung von Lucie und ihrer Familie von Berlin nach London.

Die Inhaltsangabe schreibt über das Buch:

„Mein Sohn wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zieht!“

Diese Erfahrung macht die Berliner Bloggerin Lucie Marshall in der aufregenden Metropole London, in der so einiges ganz schön anders läuft als zu Hause. Witzig, ungeniert und authentisch erzählt sie von großem Chaos, kleinen Erleuchtungen, vielen gut gemeinten Ratschlägen und natürlich den Abfeuern ihres Sohnes Sam, an dessen unverstelltem Charme wirklich niemand vorbei kommt.

Lucie, ihr Sohn Sam und ihr Mann Marc leben in Berlin. Marc arbeitet geschäftlich in London und pendelt so ständig zwischen Heimat und Job hin und her. Eines Tages fragt er Lucie was sie von ein paar Monaten London hält.

Als sie die ganze Sache bejaht, beginnt für die Familie ein kleines Abenteuer. Angefangen von den Kindergärten in London bis hin zur Wohnungssuche. Alles muss schnell gefunden werden, denn das Projekt London geht bereits in Kürze los. Lucie merkt schnell, dass ihre preislichen Vorstellungen von Wohnung und Kindergarten nicht klappen und muss das Budget etwas hoch setzen.

Doch alles klappt und Lucie und ihre Familie fliegen am Neujahrstag in ihre neue, wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum, Heimat London. Der neue Kindergarten geht dann auch schon bald los und Lucie ist sehr gespannt wie das System in London so funktioniert. Eine Eingewöhnung nach Berliner Modell gibt es hier schon mal nicht, aber irgendwie finden Mama und Sohn ihren Weg um in London glücklich zu werden.

Ich mag den Schreibstil von Lucie, sie schreibt in dieser angenehmen leichten Art eher wie ein Blogbeitrag und weniger wie ein Roman. Die Geschichte läuft so vor sich hin und es kommen keine großen Spannungen oder Überraschungen darin vor.

Die Geschichten die Sam und Lucie in London erleben, sind angenehm zu lesen. Man bekommt einen kleinen Einblick in das Schulsystem von London und wie multikulturell die Stadt doch ist. Das Buch ist weniger ein Tagebuch aus London, denn es werden immer nur kleine Geschichten erzählt. Die Geschehnisse werden dann gerne mal mit alten Geschichten aus Berlin verglichen oder ergänzt. Generell werden häufig vergleiche zwischen Berlin und London gezogen, dass zieht sich dabei durch die meisten Kapitel.

Auch wenn es vielleicht nicht die Absicht von Lucie war, so finde ich auch kleine unterschwellige Erziehungstipps in dem Buch. Das Kind einfach mal Kind sein lassen, Druck aus der Sache zu nehmen und sich einfach mal auf sein Bauchgefühl zu verlassen zum Beispiel.

Mir gefiel das Buch wirklich gut und ich hatte es recht schnell durchgelesen. Ich würde es als Strandlektüre für den Urlaub bezeichnen und für diesen auch empfehlen. Keine schwere Kost, leicht zu lesen und es zaubert hier und da ein Lächeln auf die Lippen.

Mein Mann hat das Buch ebenfalls gelesen und beschrieben es als „nett“ und „die Geschichte plätschert ganz angenehm vor sich hin“. Es ist also nicht nur für Frauen sondern durch aus auch für Männer geeignet.

Ich finde das schönste an dem Buch ist, dass es sich hierbei um die kleinen Geschichten aus dem Leben handelt und nicht um ein künstlich aufgesetztes Drama. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir die zwei letzten Kapitel sehr schwer fielen. Hier verfällt Lucie etwas in einen melancholischen Rückblick. Ein Rückblick wäre ja an sich nicht schlimm gewesen, aber es ist dieses „wir sollten mehr an den guten Sachen festhalten und die negativen Sachen verdrängen“ Gerede das es mir wirklich anstrengend gemacht hat weiterzulesen.

Darauf hätte ich verzichten können, dennoch es bleibt definitiv bei der Buchempfehlung. Wer nicht zu viel erwartet wird auch nicht enttäuscht vor allem wenn er am Strand einfach nur ein bisschen abschalten will.

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