Magic Kingdom mit Kleinkind

Meine Güte wo ist die Zeit nur hin. Unser Urlaub ist schon wieder zwei Monate her und ich schwelge noch immer in Erinnerungen. Erinnerungen von unserem kurzen Aufenthalt bei Disney.

Nun wird es langsam Zeit nicht nur von der Zeit zu schwelgen, sondern euch von meinen Erfahrungen zu berichten. Ich nehme euch nun mit auf einen kleinen Rückblick ins Magic Kingdom in Orlando. Die Ersten werden sich sicherlich fragen: Disneyworld mit Kleinkind?!? Sollte man so etwas wirklich machen? Meine Antwort darauf lautet: Auf jeden Fall!

Walt Disney formulierte es einmal so:

Like Alice stepping through the Looking Glass, to step through the portals of Disneyland will be like entering another world

Auch wenn Walt hier von Disneyland und nicht Disneyworld spricht, es passt trotzdem sehr gut. Wenn man die Parks in Orlando besucht, dann ist es manchmal als würde man in eine andere Welt eintauchen. Das musste auch mein Mann feststellen. Bereits letztes Jahr durften wir ein paar sehr schöne Tage in den Parks verbringen. Als dieses Jahr dann „nur“ Florida anstand, war es mein Mann der einen kurzen Abstecher nach Orlando vorschlug. So kam es, dass ich erneut das große Glück hatte die Parks besuchen zu können. Wenn ich ehrlich bin, hoffe ich auch das es nicht das letzte Mal war.

 

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The most Magical Place on Earth

Die Parks sind in wirklich keiner Weise mit dem zu vergleichen, was ich hier aus Europa kenne. Das fängt mit der Größe der Parks an und endet mit den Castmember, die in den Parks arbeiten. Hier ist Freundlichkeit und gute Laune Pflicht. Mag als Arbeitnehmer nicht unbedingt toll sein, aber als Gast vermittelt es dir ein sehr angenehmes Gefühl.

Die Weitläufigkeit der Parks ist mitunter etwas anstrengend, es empfiehlt sich daher aus meiner Sicht bei Planung die Mitnahme eines Kinderwagens zu berücksichtigen. Man kann sich vor Ort auch einen ausleihen, dies ist allerdings kostenpflichtig und rechnet sich auf Dauer nicht. Um euch ein Gefühl für die Weitläufigkeit zu geben, kann es nicht schaden den Park mal auf Google Maps anzuschauen.

Das Ganze startet mit den Parkplätzen, diese befinden sich in riesiger Stückzahl nicht direkt am Park, sondern angrenzend zur Seven Seas Lagoon. Dies ist ein riesiger See der mittels Fähre überquert werden kann. Von den Parkplätzen muss man, je nach Lage des Parkplatzes, zwischen 10 und 25 Minuten laufen um den ersten Eingang von Magic Kingdom zu erreichen.

Mit ersten Eingang meine ich die Kassen an denen man die Tickets kaufen kann. Wem das zu weit ist, der kann auch eine kleine Tram nehmen. Die Mitnahme von Kinderwägen ist möglich, allerdings sollten diese so klein wie möglich zusammengeklappt werden. Die Sitzreihen der Tram sind recht schmal und es gibt nur wenige doppelreihige Sitzplätze, was den Transport des Kinderwagens manchmal unangenehm werden lässt. Wir sind in der Regel gelaufen.

Nach dem ersten Eingang hat man die Wahl zwischen bereits erwähnter Fähre oder Monorail. Beides führt zum Haupteingang von Magic Kingdom. Die Monorail ist definitiv die schnellere Variante, die Fähre bietet allerdings eine schönere Aussicht auf den Park.

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Für unseren Sohn war beides schön, empfehlen würde ich allerdings immer die Monorail. Eine Fahrt mit der Fähre benötigt etwa doppelt so lange wie mit der Monorail. Angekommen geht es nun zum Eingang. Kinder unter 3 sind, aktueller Stand, kostenfrei und müssen daher kein Ticket oder Magic Band am Eingang vorweisen. Alles über 3 wird entsprechend ausgestattet.

In der Regel läuft bei Disney alles über das sogenannte Magic Band. Ein Armband auf dem alle Daten gespeichert sind, es besteht aber noch die Möglichkeit eine Key to the World Karte (eine Plastikkarte) zu erhalten. Mir persönlich gefällt die Lösung mit dem Magic Band aber sehr gut und ich habe mich schnell an diesen Luxus gewöhnt, denn mit dem Armband kann man das Hotelzimmer öffnen, bezahlen und die Parks besuchen. Was will man mehr?

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Im Park und jetzt? Wie wäre es mit Frühstück?

Hat man die lange Anfahrt hinter sich gebracht taucht man in eine komplett eigene Welt ab. Die Main Street heißt einen Willkommen und führt so langsam in die Disney Welt ein. Eine bunte Welt voller Schaufenster mit einer Menge Disney Sachen. Hier schlägt jedes Disney Fan Herz höher. Vor allem das von Kindern. Popcorn, Anstecker, Notizblöcke, Kuscheltiere nichts was es nicht gibt und mit Kleinkind ein schwieriges Pflaster.

Es gilt das Kind also mit was Tollem zu Ködern und die Main Street recht schnell zu verlassen. Wir starteten unseren Magic Kingdom Tag meistens mit einem leckeren Buffet Frühstück. Es werden in verschiedenen Themen Restaurants Frühstück mit Figuren angeboten. Die mir bekanntesten Angebote sind das Frühstück mit den Prinzessinnen im Schloss oder eben mit Winnie Pooh und seinen Freunden im Crystal Palace.

Letzteres war in beiden Jahren unsere Entscheidung und wir haben sie nicht bereut. Mit 2 war Mini noch etwas schüchtern aber die Freude stand ihm schon damals im Gesicht. Dieses Jahr war er total aufgedreht und konnte es kaum abwarten, an essen war da für ihn weniger zu denken. Aber es gab zwischen drin immer wieder Pausen, so konnten wir als Eltern aber auch der Kleine genug essen und den Tag perfekt starten.

Nach dem ersten Meet and Greet gehen alle satt und glücklich weiter durch den Park. Wie wäre es denn jetzt mit einer Fahrt im Karussell? Das Magic Kingdom bietet aus meiner Sicht, die größte Auswahl für die ganze Familie. Selbst für die kleinsten gibt es hier schöne Fahrattraktionen. Angefangen beim Klassiker „It´s a small World“ – eine Bootsfahrt durch verschiedene Länder die durch kleine tanzende Puppen geprägt sind. Oder „Peter Pans Flight“ eine kleine Fahrt im Dunkeln durch die Geschichte von Peter Pan. Bis hin zum „Prince Charming Carrousel“. Um nur mal eine kleine Auswahl für Kinder vorzustellen.

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Das schöne im Magic Kingdom ist aber, dass nicht nur die kleinen auf ihre Kosten kommen, sondern eben auch die Großen. Es gibt hier tolle Achterbahnen die einen riesen Spaß machen. Splash Mountain und 7 Dwarfs Mine sind dabei meine absoluten Highlights. Für richtige Adrenalin Junkies wird das wohl alles harmlos sein, aber dennoch für Familien bin ich der festen Überzeugung: Jeder kann etwas finden.

Shows, Paraden und eine Menge *hugs*

Neben den Achterbahnen gibt es aber noch ganz andere Sachen, die das Magic Kingdom ausmachen. Da wären zum Beispiel die verschiedenen Paraden. Tagsüber gibt es eine die zum Tanzen auffordert -natürlich begleitet von den bekannten Figuren Micky, Minnie, Donald, Daisy und Goofy.

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Am Abend gibt es noch eine Parade mit beleuchten Wagen und natürlich nicht zu vergessen das große Highlight. Ein Feuerwerk – alles untermalt von Musik und den bekannten Disney Figuren. Gerade am Abend finde ich das Magic Kingdom einen wunderschönen Ort. Unabhängig von den Shows konnten wir tolle Spaziergänge durch den beleuchteten Park machen.

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Wer Musik, Tanzen und Feuerwerk nicht besonders leiden kann, der kann tagsüber den Kindern eine Freude machen in dem er zu verschiedenen Meet and Greet Punkten geht. Egal ob Winnie Pooh, Micky Maus, Ticker Bell oder eine der Prinzessinnen im Park kann man eine Menge der Disney Figuren treffen.

Für Mini war das wohl eins der Highlights. Er war immer total aufgeregt und dann doch wieder schüchtern. Angst hatte er vor den Figuren nie, aber gestellte Fotos machen fand er jetzt auch nicht so dolle. Dennoch auf den Fotos kann man ihm die Freude ansehen.

Ich muss auch ganz ehrlich zu geben, selbst mir hat das Treffen der Figuren eine Menge Spaß gemacht. Anstellen für ein Foto mit einem anderen Menschen in einem Kostüm, kommt dem ein oder anderen jetzt vielleicht befremdlich vor. Oder noch schlimmer, vielleicht würde sich der ein oder andere dafür schämen aber keine Sorge das ist in diesem Park völlig normal!

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Familienfreundlich im kleinsten Detail

Könnt ihr euch schon einen Eindruck vom Magic Kingdom machen? Habt ihr Lust dort mal hin zu fahren? Seid ihr aber immer noch skeptisch wegen Baby oder Kleinkind? Braucht ihr wirklich nicht sein. Die Parks sind für kleine Kinder und große Kinder konzipiert. In jedem Restaurant, so scheint es, ist Kinderfreundlichkeit Einstellkriterium. Wenn man an den Tisch geführt wird, bekommt das Kind immer eine eigene Karte auf der gemalt werden darf. Dazu ein paar Wachsmalstifte.

In jedem Restaurant gibt es für wenig Geld, meist so um die 5-7 Dollar, ein komplettes Kindermenü bei dem selten ein Wunsch offen bleibt. Hochstühle oder Booster waren ebenfalls überall verfügbar. In der Regel ist alles gut mit Kinderwagen erreichbar. Sollte mal kein Kinderwagen erlaubt sein, so gibt es Parkmöglichkeiten für diesen.

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In keinem Restaurant, Platz, Karussell oder sonstigem Ort führten wir uns mit Kind fehl am Platz. Natürlich gibt es auch einige Fahrattraktionen die mit Kind nicht bestiegen werden können, da diese einfach noch zu klein sind. Aber selbst dafür hat Disney eine Lösung – den Child Swap. An nahezu jeder Attraktion gibt es diese Möglichkeit. Es bedeutet, einer Fährt während der andere mit Kind wartet. Dann darf die zweite Person fahren und dass ohne ein weiteres Mal anzustehen.

Wir selber mussten dies aber nie in Anspruch nehmen, da wir entweder Sachen als Familie gefahren sind oder einen Fast Pass hatten. Ein Fast Pass ist ein separater Eingang für bestimmte Tickets die man vorher reservieren muss. Diese haben ein Zeitfenster von einer Stunde und somit völlig ausreichend.

Kulinarisches

Im Magic Kingdom gibt es natürlich, wie in jedem Park, eine Menge Möglichkeiten essen zu gehen. Von Counter Restaurants bis hin zu sogenannten Table Restaurants wird eine Menge geboten. Für mich gab es wenig interessante Table Restaurants, darunter fielen nur das Chrystal Palace (Winnie Pooh sei Dank) und das Liberty Tree Taverne. Hier hatten wir 2015 zum Abschluss gegessen und wurden positiv überrascht. Welches ich noch unbedingt besuchen möchte ist das Be our Guest. Die Schöne und das Biest empfangen hier die Gäste im Schloss des Biestes und das Essen soll sehr lecker sein. Ein Must-See das wir noch nachholen müssen.

Die Counter können mit den bekannten Fast-Food-Ketten verglichen werden. An einem Schalter bestellt man Essen, bekommt es auf einem Tablett und sucht sich einen Platz. Hier gibt es eine Menge Auswahl. Burger, Hot Dogs, oder Pizza – besonders gut ist mir Pinocchio Village House in Erinnerung geblieben. Hier gab es für den Mini Pizza was mal eine Abwechslung zu Pommes war. Außerdem kann man sich hier einen Sitzplatz mit „Aussicht“ aussuchen. Was man als Aussicht sieht? Die Einfahrt zu It´s a small World.

Beim Einlass wird man kontrolliert. Ich kann nicht genau definieren nach was gesucht wird, würde aber behaupten es geht nur um Waffen, Messer und Selfie Sticks. Einmal wurden wir gefragt, ob wir etwas zu Essen dabei haben, aber abgenommen haben wir eigentlich nie etwas bekommen. Wer also Kekse oder andere Knabbereien mitbringen will, sollte keine Probleme haben.

Wer keine Lust auf ein Restaurant oder Counter Essen hat, der findet bestimmt auch genug andere Gelegenheiten etwas zu essen. Gerade Menschen mit dem Hang zum Süßen werden eine Menge finden. Man kann sich gar nicht durch alles durchprobieren! Gerade die Konditoreien hatten sehr lecker aussehende Süßigkeiten – alles im Disney/Micky Style natürlich.

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Fazit und Tipps

Magic Kingdom gehört zu meinen zwei liebsten Parks. Wie bereits beschrieben, finde ich er bietet für Familien am meisten. Jeder kommt auf irgendeine Weise auf seine Kosten. Einfach spazieren gehen, seine Lieblingscharakter auf ein Foto treffen oder Karussell fahren der Park bietet einfach alles und zum Abschluss bekommt man noch ein tolles Feuerwerk.

Der Park ist theoretisch an einem Tag machbar aber ich würde empfehlen mindestens zwei Tage einzurechnen. Wer es gemütlich und mit wenig Stress mag, sollte lieber 2,5 – 3 Tage einrechnen. Obwohl wir bereits zweimal hier waren und einige Tage im Park verbracht haben, konnten wir noch nicht alles erleben – wir haben uns aber auch immer Zeit gelassen. Auch Personen die keine Freude an Disney haben, können in diesem Park einen schönen Tag erleben. Mein Mann, bekennender Anti Disney Fan, würde jederzeit wieder mit mir hinfahren.

Im Park selber gibt es eine Menge Möglichkeiten Wasser zu trinken. In Form von kostenfreien Wasserspendern kann sich jeder erfrischen, es empfiehlt sich daher eine Trinkflasche mit in den Park zu nehmen. Für mich war das Wasser leider nichts, da es stark nach Chlor schmeckt. Alternativ kann man in einigen Restaurants kostenfreies Eiswasser bekommen. Das ist einfach ein Becher mit Eiswürfeln drin, in der Hitze wird das schnell zu Wasser und ist ideal. An jeder Ecke findet man zusätzlich die Möglichkeit an einem kleinen Store Wasser zu kaufen.

Je nach dem Kind macht es im Park Sinn mit dem Kinderwagen anzureisen. Wir waren sehr froh einen dabei gehabt zu haben und das obwohl Mini mit seinen knapp 3 Jahren ziemlich gut zu Fuß ist. Das Kind hat so immer die Möglichkeit sich auszuruhen obwohl die Erwachsenen weiterlaufen. Außerdem hatten wir zwei Taschen – eine mit Sachen die abhandenkommen können (Trinkflasche, Kekse, Windeln usw.) und eine Tasche mit den Wertgegenständen. Wenn wir nun zusammen in ein Restaurant gingen oder eine Attraktion besuchten, nahmen wir nur eine Tasche mit. So mussten wir weniger mit uns rumtragen.

Fotos

So ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in den Park geben. Vielleicht habe ich ja auch bei dem ein oder andere die Lust zum hinreisen gemacht. Wenn nicht dann schaffen das vielleicht diese paar Fotos mit denen ich den Beitrag nun auch beende.

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Ein Eintrag zu „Magic Kingdom mit Kleinkind

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