Barfußpfad in Bad Sobernheim

Es wird mal wieder Zeit über ein Ausflugsziel zu berichten, denn vor ein paar Tagen zog es uns nach Bad Sobernheim – dort erwartete uns ein 3,5 km langer Barfußpfad. Leider spielte das Wetter nicht komplett mit und so machten wir uns bei 24 Grad und vielen Wolken los.

Ankunft

Der Barfußpfad liegt am Rand von Bad Sobernheim und ist gut ausgeschildert. Wenn man erst einmal im Ort ist, findet man den Weg gut auch ohne Navi. Das Parken ist kostenfrei und man findet immer einen Platz, im Zweifel auf der Wiese.

In Laufnähe zum Barfußpfad ist ein Schwimmbad. Man kann für beides ein Kombi Ticket erwerben. Der Barfußpfad kostet pro Erwachsenen 4 Euro in Kombination mit dem Schwimmbad 7 Euro. Kinder (bereits ab 3 Jahre) zahlen 2,50 Euro bzw. 4 Euro. Wer eine genaue Übersicht der Preise haben möchte, schaut am besten mal auf der offiziellen Seite Barfußpfad Bad Sobernheim

Vom Parkplatz führen Fußabdrücke auf dem Boden zum Eingang. Der Weg führt an einer großen Wiese vorbei auf der schon die ersten Menschen ihr Lager für ein Picknick aufgeschlagen hatten.

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Am Eingang zum Barfußpfad findet ihr die Toiletten, auf dem Pfad selber gibt es keine weiteren. An der Kasse erhält man einen Sticker den man gut auf der Kleidung anbringen kann. Es war trotz des nicht idealen Wetter recht viel los und so mussten wir ca. 10 Minuten an der Kasse warten bis wir endlich los laufen konnten.

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Es gibt eine kleine Auswahl an Spinden um seine Schuhe oder andere Gegenstände einzuschließen. Bei unserer Ankunft waren diese allerdings bereits alle belegt. Wer will kann seine Schuhe, natürlich auf eigene Gefahr, in offen zugängliche Regale ablegen.

Der Weg

Wir haben unsere Schuhe einfach in unserer Tasche verstaut und sind voll gepackt los marschiert. Es geht auch direkt gut los, denn zum Start geht es direkt in das Lehmstampfbecken. Leider nicht ganz für Mini geeignet. Selbst wenn ich ihm die Hose ausgezogen hätte, das Lehmwasser wäre ihm bestimmt bis zum Bauchnabel gegangen.

Die Wege sind so angelegt, dass man auch neben dem eigentlichen Pfad laufen kann. Hier ist überall Rasen und alles ist sauber. Das Barfußlaufen macht hier definitiv Spaß. Mini Mann fand es schade, dass er nicht auch durch das Becken laufen konnte und so war die Lösung ihn ab und zu rein heben. Zwar nur halb so schön aber es war immer hin etwas Spaß.

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Der Lehm riecht etwas unangenehm und auf dem Boden befindet sich immer wieder kleine Spitze Steinchen, was ich beides persönlich als unangenehm empfand, aber es war ein interessantes Gefühl hier durch zu laufen.

Es folgen verschiedene Untergründe. Wackelbrücken, große Steine und viel Rasen. Der erste Teil war für Mini sehr langweilig und er hatte nur wenig Lust weiter zu laufen. Dies lag aber einfach an den vielen Strecken die einfach nur über Rasen führte.

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Das legte sich aber recht schnell und zwar als das nächste Wasserbecken kam. Eins durch das auch Mini laufen konnte, denn es war nur Knöchelhoch. Frisches kaltes Wasser aus der Nahe – vermute ich. Danach folgte noch etwas Wiese und die ersten Hindernisse an denen man hoch und runter laufen musste.

Einmal durch die Nahe

Ein weiteres großes Highlight ist die Überquerung der Nahe. Hier geht es an Seilen durch den Fluß. Auch diese Station war nicht Kleinkind geeignet. Hier wäre das Wasser wohl bis Minis Hals gegangen nicht zu vergessen die Strömung des Flusses. Wir Erwachsenen mussten uns auch gut festhalten, Mini überquerte den Fluß auf den Schultern meines Mannes. Das ist auch nur möglich, wenn das Kind sich selber schon gut festhalten kann, denn es empfiehlt sich auch als Erwachsener beide Hände an den Seilen zu halten.

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Das Wasser ist wirklich kalt und im Flussbett befinden sich eine Menge große und kleine Steine. Wie bereits erwähnt, hatte der Fluss eine gute Strömung und ich musste mich gut festhalten, dennoch würde ich es als ungefährlich einstufen. Der Veranstalter weist daraufhin, dass Kinder unter 8 den Fluss nicht alleine überqueren sollten.

Wer mit Baby oder Kinderwagen unterwegs ist oder einfach keine Lust auf den Fluss hat, kann auch noch eine Ausweichroute wählen. Es gibt eine Brücke die ein kleiner Umweg ist aber dafür trockenen Fußes.

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Wer sich durch das Wasser traut, muss damit rechnen gut Nass zu werden. Das Wasser ging mir weit über die Knie auch mein Mann ist recht nass geworden.

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Danach folgen verschiedene Etappen die dem Kleinen total Spaß gemacht haben. Klettern, balancieren und über unebene Wege laufen. Es macht eine Menge Spaß für Groß und Klein und wer doch keinen Spaß dran hat, kann wie gewohnt neben her laufen.

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Die letzten Meter

Nach gut der Hälfte des Weges gibt es einen Einstieg in die Nahe. Das Baden ist hier zwar nicht gestattet aber die Kinder haben auch so eine Menge Spaß. Mini sammelte fleißig Steine und setze sich auch einfach mal ins Wasser. Während meine zwei Männer im Wasser planschten setzte ich mich etwas in Gras und machte Pause. Wirklich herrlich und bei etwas mehr Sonne ein perfekter Ort.

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Auf dieser Seite des Barfußpfades ist recht viel Abwechslung geboten. Baumstämme über die man Klettern muss, Wackelbrücken, Holzstege und vieles mehr. Dieser Teil des Pfades lief sich irgendwie viel schneller als der erste Teil. Entgegen aller Befürchtungen lief Mini sogar den kompletten Weg.

Kurz vor Ende wartet noch ein schöner weitläufiger Spielplatz auf die Gäste. Hier kann gerannt, getobt und geklettert werden. Der Spielplatz lädt zum Pause machen ein: Sonnensegel sind vorhanden aber auch Bänke im Freien. Leider fehlt hier etwas Sand meiner Meinung nach aber das stört nur wenig.

Zum Abschluss des Pfades hat man noch zwei Möglichkeiten wieder über die Nahe zu gelangen: Entweder über eine Seilbrücke oder mit Hilfe eines kleinen Bootes. Die Seilbrücke ist sehr schmal und wackelig. Während Mini und mein Mann das Boot wählten, kletterte ich über die Brücke. Mit Kleinkind oder Baby würde ich die Brücke nicht anstreben. Es ist wirklich sehr wackelig und schmal. Ich hab mir oft den Zeh angestoßen und am Ende beim runter laufen bin ich fast ausgerutscht da das Seil so glatt war.

 

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Fazit

Wir hatten ein paar tolle Stunden im Barfußpfad. Ich empfehle euch mit Rucksack und etwas Proviant ausgestattet anzureisen. Es besteht überall die Möglichkeit ein kleines Picknick zu halten oder auf Bänken im Schatten eine Pause zu machen. Wer nicht gern auf Wiesen pausiert, der kann einfach bis zum Spielplatz durch marschieren und dort eine ausgiebige Pause machen.

Solltet ihr aber keine Lust auf schleppen haben, so besteht die Möglichkeit im Biergarten etwas zum Essen und/oder zum trinken zu kaufen. Dieser befindet sich am Ein- bzw. Ausgang. Hier darf die Brotzeit übrigens mitgebracht werden, lediglich bei den Getränken besteht eine „Kaufpflicht“.

Als Kleidung empfehle ich euch nichts helles und so kurz wie möglich. Gerade das Lehmbecken kann schon den ein oder anderen Fleck hinterlassen. Es geht bis ca. zu den Knien und spritzt ggf. ein bisschen hoch beim laufen. Wir hatten für Mini Ersatzklamotten dabei und das war auch gut so.

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Mini hatte ebenfalls eine Menge Spaß und lief den kompletten Weg allein. Die 3,5 km haben wir in 2 Stunden geschafft. Danach war Mini ziemlich ko und den Weg zum Auto musste ich ihn dann tragen, also alles richtig gemacht.

Daher definitiv eine Empfehlung für die ganze Familie.

Wart ihr auch schon da?

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2 thoughts on “Barfußpfad in Bad Sobernheim

  • Hihi, ich weiß ja nicht wann du da warst, aber meine Große war auch vor kurzem mit der Ferienbetreuung dort, nach einem Besuch im Freilichtmuseum. das Museum mögen wir mehr als den Barfußpfad, weil ich ja eh Probleme mit meinen Füßen und Knochen habe. Als Einheimische muss ich dir sagen, dass, wenn ich die Bilder so sehe sogar recht wenig Wasser in der Nahe war, da geht noch mehr 😉
    Wenn du magst kannst du gerbe bei mir in der Urlaubslinkparty verkinken

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    • Also viel tiefer hätte das Wasser für mich nicht sein dürfen. Es gibt ja Gott sei dank den Weg drum herum.
      Das Freilichtmuseum haben wir uns nicht angeschaut – vielleicht beim nächsten Mal. Mini hatte aufjedenfall riesigen Spaß auf dem Pfad.
      Wir waren übrigens am 31.07 dort 😉
      Ich hätte mich gern bei dir verlinkt – hab es aber irgendwie nicht gefunden 😦

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