Auf den Neroberg mit der Nerobergbahn

Es ist ein paar Tage her, da haben wir einen kleinen Ausflug nach Wiesbaden auf den Neroberg gemacht. Das Wetter war schön und Mini war total aufgeregt, denn den Aufstieg machten wir nicht zu Fuß sondern mit der Nerobergbahn.

Anfahrt

Da wir mit der Nerobergbahn fahren wollten, sind wir nicht direkt hoch auf den Neroberg gefahren. Des Weiteren hatten wir uns aufgrund des schönen Wetters und der wenigen Zeit, die wir an dem Tag mitgebracht hatten, für die Anreise mit dem Auto entschieden. Mit dem Auto kommt man genau so gut zum Neroberg wie mit dem Bus.

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In der Unmittelbaren Nähe der Nerobergbahn gibt es kostenfreie Parkplätze. Wir haben an einem Samstag Mittag hier ohne Probleme einen Platz bekommen. Vorbei am Kurhaus Wiesbaden geht es die Taunusstraße hoch. Die Taunusstraße endet dann in der Straße mit dem Namen Nerotal und diese führt direkt zur Nerobergbahn. Es lohnt sich immer ein Auge auf zu halten und nach einem Parkplatz zu schauen.

Mit dem Bus fährt eine Buslinie direkt zur Nerobergbahn. Die Station trägt den Namen Nerotal und man braucht ca. 16 Minuten vom Wiesbadener Hauptbahnhof hier her. Wer direkt hoch auf den Neroberg fahren möchte, sollte sich Richtung Kapellenstraße orientieren.

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Eine Bahnfahrt die ist lustig…

Auf dem Weg zur Nerobergbahn kommt man an einem kleinen Museum vorbei. Hier handelt es sich um eine alte öffentliche Toilette, die nun umfunktioniert wurde. Mini fand die Ausstellungsstücke total interessant und obwohl es wirklich nur ein kleiner Raum war, schauten wir uns ausgiebig um. Das überraschte mich dann doch etwas, handelt es sich doch einfach um ein paar alte Sachen die zur Nerobergbahn gehören. Bremsklötze, alte Preistafeln und eine Miniaturbahn gehören zu den Ausstellungsstücken.

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Weiter ging es dann zum Automaten um ein Ticket zu ziehen. Man kann auf zwei Arten ein Ticket für die Fahrt erwerben. Entweder ganz modern an einem Ticketautomaten, wie man ihn auch vom Frankfurter Bahnhof kennt, oder an einem mit Personal-besetzten Schalter. Hier kann man noch wie früher ein Ticket für die Fahrt bei einem Menschen kaufen.

Da die Schlange am Schalter einfach zu lang war, wählten wir den kauf am Automaten. Man mag es kaum glauben, aber der war einsam und allein während man am Schalter warten musste. Leider ging der Einstieg recht schnell und die Bahn war recht voll, daher konnte ich von der Bahn leider kein Foto machen.

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Die Fahrt nach oben dauert nicht lange, vielleicht 10 Minuten aber Mini fand es total aufregend. Als die Bahn von oben uns dann entgegen kam, schaute er hochkonzentriert zu. Die Bahnen ziehen sich gegenseitig hoch. Die Bahn oben wird mit Wasser beladen und gewinnt somit an Gewicht. Mit diesem Mehrgewicht zieht die obere Bahn die untere Bahn hoch. Unten angekommen wird das Wasser entladen.

Es ist ein einzigartiges System und für größere Kinder bestimmt interessant. Mini hatte an der Techniker weniger Interesse und fragte nur, wo der Dampf denn aus Lokomotive raus kommt. Oben angekommen kam für den kleinen der eher langweilige Teil.

Ein Spaziergang mit wunderschöner Aussicht

Eigentlich muss ich direkt so fair sein und sagen, dass Mini an dem Ausflug wenig Spaß hatte. Die Fahrt mit der Nerobergbahn fand er toll, sowohl hoch als auch runter. Doch dann war es ihm langweilig. An der Aussicht über Wiesbaden erfreute er sich nicht wirklich, obwohl dieser wirklich toll ist. Für den Kletterwald war er noch zu klein und ins Schwimmbad wollten wir eigentlich nicht.

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Aber von vorne. Oben angekommen ist man direkt auf dem höchsten Punkt des Berges. Hier oben erwartet einem der Nerobergtempel, eine wunderschöne Aussicht über Wiesbaden, ein Kriegsdenkmal und ein Restaurant das sich unterhalb des Turms befindet.

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Nach ein paar Fotos hier oben machten wir uns auf zur Russischen Kapelle. Hierzu muss man etwas Berg ab laufen, es geht hier zum Teil richtig Steil runter, mit Kinderwagen durch aus machbar aber ich würde hier nicht mit Laufrad on Tour sein wollen.

Der Weg führt durch einen schönen Wald und ist somit angenehm schattig. Bei der kleinen Wanderung kommt man auch am Opelbad vorbei. Mini war dann doch etwas betrübt, als ich ihm erklärte das wir dort nicht rein gehen werden. An der Kapelle angekommen haben wir eine kleine Pause gemacht, bevor wir wieder den Aufstieg in Angriff nahmen.

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Die Aussicht vom Platz der Kapelle ist ebenfalls wunderschön. Allerdings ist es hier nicht ganz ungefährlich. Es stehen ein paar Bänke Richtung Wiesbaden, aber ohne Abgrenzung nach unten. Die Stadt liegt einem sozusagen zu Füßen und direkt davor ein steiler Berg der durch eine Straße beendet wird. Ein Schritt zu weit und das Kind rollt steil herab und landet auf einer Straße, die nicht gerade selten befahren wird.

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Mir als Mutter dreht sich da ja schon der Magen zusammen. Da Mini auch nicht unbedingt ruhig auf der Bank sitzen geblieben ist, machten wir uns recht schnell zurück auf den Berg. Der Aufstieg war relativ anstrengend aber machbar. Einen Rollstuhl möchte ich aber ehrlich gesagt dort nicht hoch schieben. Auch mit Kinderwagen ist es machbar aber bestimmt schweißtreibend.

Oben drehten wir noch eine Runde und begutachteten das Angebot des Restaurants. Dieses war sehr gut besucht, aber uns sprach nichts an. Wir steuerten als das Kriegsdenkmal an und genossen von hier ebenfalls noch mal die Aussicht über die Stadt.

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Rückweg und Fazit

Den Besuch auf dem Neroberg beendeten wir wieder mit dem Highlight Nerobergbahn. Auch die Fahrt nach unten war für Mini wieder total spannend und wahrscheinlich das beste an dem ganzen Ausflug. Das Fazit des Ausflugs war daher etwas ernüchternd. Obwohl Mini wirklich Spaß an der Fahrt mit der Nerobergbahn hatte, so war der Weg für diese kurze Fahrt eigentlich zu weit.

Beim nächsten Mal würde ich den Ausflug definitiv mit einem Besuch im Opelbad verbinden. So hat man definitiv mehr von. Alternativ ist natürlich der Besuch des Kletterwaldes was schönes. Der Kletterwald ist laut Homepage für Kinder ab 4 geeignet. Was wir so gesehen hatten, sah es eher nach „größeren Kindern“ aus. Da wir diesen aber nicht selber besucht haben, kann ich dazu keine Meinung abgeben.

Fest steht: Ein Ausflug auf den Neroberg kann man durch aus mal machen aber nicht nur um auf den Neroberg zu fahren. Es sollte noch etwas mehr Planung dahinter stecken. Vielleicht ein Picknick, ein Besuch im Schwimmbad oder eben ein Besuch im Kletterwald.

 

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6 thoughts on “Auf den Neroberg mit der Nerobergbahn

  • Hallöchen, da wart Ihr ja in unserer alten Heimat :-)! Das schöne Wiesbaden :-)! Darf ich Deinen Bericht auf mein Internetportal für Familienaktivitäten http://www.aktivglück.de verlinken? Einige Berichte von Bloggern durfte ich schon verlinken, z.B. http://aktivglueck.de/tier-erlebnispark-bell. Ich freue mich auf Deine Rückmeldung :-): Und… den Kletterwald haben wir letztens mit unseren 8jährigen Zwillingen und unserer 9jährigen besucht. War total klasse, aber wir haben mit der Route für die 6jährigen angefangen und die war ganz schön knackig. Die für 8jährige haben wir dann auch noch gemacht, aber die Route für 10jährige hätte ich definitiv nicht mehr geschafft… LG, Julia

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    • Hallo Julia,

      Aber natürlich darfst du verlinken 🙂 freue mich darüber!

      Ja ich habe im Internet bei den Bewertungen gelesen, dass die Einstufungen der Routen nicht besonders gut sind und er für die kleinen nicht so geeignet sei wie angepriesen. Vielleicht probieren wir das einfach mal nächstes Jahr aus, 3 ist aber definitiv noch zu klein 😅

      Wiesbaden kann eine echt schöne Stadt sein! Und wenn man sich genau umschaut findet man auch immer wieder etwas, was man mit den Kids unternehmen kann 🙂

      Lg!

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  • Für kleinere Kinder ist es sicher interessanter auf den Kletterspielplatz und den Walderlebnispfad zu gehen.
    Wir picknicken sehr gerne dort und meist gibt es noch ein Eis am Stil.

    Ohne Kinder waren wir früher regelmäßig zum Abendessen-Picknick dort. So schön. Wenn man Glück hat trifft man im Sommer auf eine Capoiera Gruppe und kann zusehen.

    Ein schöner Ort!
    Liebe Grüße
    Julia

    Gefällt 1 Person

    • Der Wanderlebnispfad wäre noch was gewesen aber ich muss zugeben – wir waren mit einem guten Freund unterwegs mit dem ich abends noch weg gegangen bin. Die große Tour durch einen Wald, haben wir daher eher ausgesetzt 😊

      Aber du hast schon recht, es ist ein ganz toller Ort gerade für ein Picknick. Silvester hat man dort auch ne tolle Aussicht, aber das wissen einige 😅

      Ganz liebe Grüße

      Mutterstiefchen

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