Erster Meilenstein geschafft – Kita Eingewöhnung

Es liegt nun die erste volle Woche in der neuen Kita hinter uns. Es war eine spannende Woche die gut anfing, ein kleines Tief hatte und dann doch gut zu Ende ging.

Aber fangen wir von vorne an. Der erste Tag lief ja ganz gut – den Blogbeitrag dazu findest du hier – und bereits am zweiten Tag ging Mini ohne Probleme ohne mich und nur mit meinem Mann in den Kindergarten. Besser konnte es doch also nicht laufen

Auch die Erzieherinnen waren sehr zufrieden. Man merkt ihm an, dass er bereits ein Kita-Kind war und die Prognose für die nächste Woche war durchweg positiv.

Ein guter Start in die Woche

Montag gingen mein Mann und Mini Mann wieder allein in die Kita und bereits kurze Zeit später kam mein Mann wieder Heim. Huch?! Alles lief so gut, dass die erste Trennung vollzogen wurde und auch die lief ohne Probleme. Kein Weinen und keine Szene. Perfekt, ich hätte mir wirklich niemals träumen lassen das es so gut funktionieren würde.

Am Dienstag wollte Mini lieber von mir in die Kita gebracht werden und so stiefelten wir los. Pünktlich angekommen ging auch heute wieder alles ohne Probleme. Angekommen, kurz hinter mir versteckt, kurzes Gespräch von der Erzieherin mit mir und Mini und zack konnte ich auch schon Tschüß sagen.

Bereits am Vortag blieb Mini allein bis 11 Uhr in der Kita. Das Wiederholten wir auch heute wieder und ich holte pünktlich um 11 Uhr ein glückliches Kind ab. Wenn es so weiter gehen würde, würden wir ihn bereits zum Ende der Woche bis zum Nachmittag in der Kita lassen. Doch alles Schritt für Schritt. Zu erst einmal wurde für Mittwoch ein früheres Bringen vereinbart.

Ein Tief zur Mitte der Woche

Gesagt – getan. Wie vereinbart brachten wir Mini also nicht wie bisher um 8:30 Uhr schon um 8 Uhr in die Kita. Zu dieser Zeit ist in der Kita noch offene Betreuung, dass bedeutet alle Kinder treffen sich in einer Gruppe bevor es um 8:30 Uhr in die eigenen Gruppen geht. Diese offene Betreuung findet zu unserem Glück in der Fuchs Gruppe und somit in seiner gewohnten Umgebung statt.

Auch heute wünschte sich Mini wieder von mir in die Kita gebracht zu werden. Als wir ankamen war er schüchterner als sonst, es war aber auch lauter/voller in der Gruppe und seine bekannten Erzieherinnen waren noch nicht da. Ich musste also ein paar Minuten länger bleiben als am gestrigen Tag. Wir setzen uns gemeinsam in den Raum und beobachteten. Als eine seiner Erzieherinnen kam, kam sie direkt zu uns und redete mit Mini.

Kurz darauf durfte ich schon Tschüß sagen und gehen. Als Abholzeit wurde 12 Uhr vereinbart. Mini sollte nun also ganze 4 Stunden allein in der Kita bleiben, es lief wirklich bombastisch gut. Guter Dinge kamen wir kurz vor 12 Uhr in der Kita an und holten ein kleines schluchzendes Wesen ab. Die Erzieherin erzählte mir er habe vor kurzem aufeinmal angefangen zu weinen und wollte zu seiner Mama.

Noch kein Vertrauen 

Ich tröstete Mini Mann und fragte was passiert war, er erzählte mir das ihn ein Kind geärgert habe und er deswegen so traurig sei. Er beruhigte sich relativ schnell und wir gingen nach Hause. Ich sprach mit ihm über die Situation und bat ihn darum beim nächsten mal einfach zur Erzieherin zu gehen.

Am nächsten Morgen war das abgeben schon schwieriger. Geplant war, wie am Vortag, Mini von 8 bis 12 Uhr in die Kita zu bringen. Er weinte bereits bevor wir Richtung Kindergarten gingen, nicht wegen der Kita sondern weil heute einfach alles doof war. Ich war mega gemein zu ihm („Nein das iPad nehmen wir nicht mit in die Kita“), es gab nicht das richtige Frühstück („Wir haben leider XYZ nicht mehr da“) und dann durfte er nicht die Schuhe anziehen die er wollte.

Der Morgen startete also bereits sehr schwer. In der Kita angekommen ging es dann entsprechend weiter. Ich durfte ihn nicht eincremen und zum Abschluss wollte er dann einfach wieder nach Hause. Puuuhhh – na das kann ja was werden. Die Erzieherin hörte wie Mini weinte und kam auf uns zu, wir schafften es noch nicht mal in den Gruppenraum. Ich erzählte ihr was Mini mir am Vortag erklärt hatte und wir gingen gemeinsam in den Gruppenraum.

Ich setzte mich auf einen der kleinen Stühle und behielt Mini bei mir auf dem Schoß. Mittlerweile hatte er sich beruhigt und beobachtete die Kinder, aber er wollte nicht runter. Ok da war er – unser erster „Rückschritt“. Die Erzieherin nahm sich ihm an und fragte ob er vielleicht in den Garten Schaukeln gehen wollte.

Diese Frage erweckte in ihm wieder leben und wir gingen zur Umkleide zurück. Ich zog ihm die Schuhe an und vereinbarte mit ihm, dass ich ihn draussen auf die Schaukel setzen würde und dann gehen würde. Das war ok für ihn und so machten wir es dann. Voller Sorge ging ich dann heim.

Beim Abholen war Mini wieder völlig ausgeglichen. Der Tag heute hatte ihm wieder wie gewohnt Spaß gemacht und man merkte es direkt an seiner Laune. Während er am Mittwoch beim Abholen sehr unausgeglichen und weinerlich war, war er heute Glücklich und Zufrieden. Beim abholen sprach ich mit der zweiten Erzieherin der Gruppe und das Bild zum Vortag änderte sich bei mir im Kopf.

Ich dachte ja bisher, Mini wurde geärgert – weinte und rief nach mir und die Erzieherin tröstete ihn darauf hin bis ich ihn abholte. Leider war es nicht ganz so. Mini schien geärgert worden zu sein, lief dann alleine weg in eine Ecke und weinte. Erst ein weiteres Kind machte die Erzieherin auf meinen weinenden Sohn aufmerksam. Das machte mich doppelt traurig.

Denn, so schien es, Mini scheint noch nicht genug Vertrauen zu den Erzieherinnen aufgebaut zu haben um sich dort Trost zu holen und die Erzieherinnen sind bei der Eingewöhnung etwas zu wenig präsent – zumindest für meinen Geschmack.

TGIF

Sei es drum. Der Donnerstag lief ja scheinbar wieder gut und Mini freute sich auch auf den Freitag und einen weiteren Tag in der neuen Kita. Das war das wichtigste. Ärger und Kummer würde es immer wieder geben, dass gehört wohl auch dazu.

Am Freitag morgen freute er sich so sehr wieder in die Kita zu gehen, dass er bereits früher los wollte als es nötig war. Mein Mann ging wieder allein mit Mini und das abgeben war auch heute wieder absolut kein Problem. Obwohl die Prognose für die Ende der Woche Richtung „Vollzeit“ abgeben wurde, waren wir immer noch bei einer Betreuungszeit von 4 Stunden. So kann es gehen!

Es war eine sehr aufreibende Woche und trotz des kleines Tiefs bin ich sehr zufrieden mit der Woche. Ich hatte mit mehr Tränen und problematischerer Eingewöhnung gerechnet – wurde aber sehr positiv überrascht. Ich hoffe, dass wir nächste Woche eine durchweg positive Woche haben. Da ich nächste Woche wieder arbeiten gehen muss, wird mein Mann die nächste Woche komplett allein übernehmen.

Weiter haben wir erst einmal nicht geplant. Ich halte euch aufjedenfall auf dem laufenden.

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