Bye bye 1. Trimenon

Es ist vollbracht ne öhm es ist geschafft wollte ich sagen. Die ersten 12 Wochen und damit das erste Trimenon sind geschafft.

Doch wie war das erste Trimenon?  Wie ist es mir ergangen und welche Vergleiche kann ich zur ersten Schwangerschaft ziehen ? Ein kleiner Rückblick…

Wie es begann – die ersten 8 Wochen

Ich ahnte bereits sehr früh das ich schwanger bin. Von dem ziemlich eindeutigen Indiz der ausbleibenden Regel mal abgesehen, hatte ich da so ein Gefühl. Ausserdem erwischte ich mich beim Summen. Ja ihr lest richtig – ich summte Melodien. Das kannte ich noch aus der ersten Schwangerschaft. Der erste Test erzählte mir aber, alles sei nur Einbildung.

Der negative Test beeinflusste mich überhaupt nicht, ich hatte gute Laune und summte meine Liedchen weiter. Ein zweiter – späterer – Test als die Periode immer noch ausblieb, bestätigte was mein Herz schon wusste. Obwohl ich quasi noch am Anfang der Schwangerschaft war, setzen die ersten Schwangerschaftsbeschwerden ein. Ich war furchtbar Geruchsempfindlich, also so wirklich richtig richtig richtig Geruchsempfindlich.

Das schlimmste für mich war – und ist immer noch – Zigarettenrauch. Mein Bruder war damals zu Besuch und der ständige Zigarettenrauch der irgendwie da war, erzeugte furchtbare Kopfschmerzen und Übelkeit bei mir. Aber nicht nur Zigarettenrauch, plötzlich konnte ich keine Handcremes mehr riechen, mein Duschgel stinkte auf einmal furchtbar für mich (Ich wäre am liebsten direkt wieder Duschen gegangen) und Einkaufen wurde zum Teil wirklich zur Qual. Nichts „roch“ mehr sondern alles „stank“. Von der Spülmaschine und dem Müll will ich gar nicht erst reden.

Geruchsempfindlich, Übelkeit und andere Beschwerden 

Essen das mein Mann am Tisch zu sich nahm, während ich 3 Meter weiter auf der Couch saß, erzeugte mir Übelkeit – ich wurde schon für verrückt von ihm erklärt. Doch Geruchsempfindlichkeit war nicht alles: Das Einsetzen der Demenz erschreckte mich etwas, ich dachte irgendwie dass diese erst später kommt. Doch ich fing bereits in der 6. Schwangerschaftswoche damit an Sachen zu vergessen. Sogar manche Wörter fehlten mir auf einmal und ich hatte das Gefühl ich sollte lieber lange Nachdenken bevor ich spreche. Das hat sich aber mittlerweile wieder etwas gebessert – Gott sei Dank! Dazu die gewohnten Gefühlsschwankungen.

Für mich waren das aber die „einfacheren“ Beschwerden. Schlimmer war diese ständige Übelkeit, es war aber nicht die Übelkeit allein. Es war eine Mischung aus Übelkeit, flaues Gefühl im Magen, Magenschmerzen, Völlegefühl und Brechreiz. Eine sehr unangenehme Kombination. Trinken verschlimmerte diese Gefühle, vor allem wenn ich Wasser trank.

Wasser erzeugte schlagartige Übelkeit und so lies ich das trinken einfach sein, oder sagen wir mal so ich reduzierte es auf das absolute Minimum. Süßgetränke waren eine mögliche alternative, so nahm ich wenigstens etwas Flüssigkeit zu mir – aber sie „schmeckte“ mir nicht. Süße Sachen löschen einfach keinen Durst. Dieser ständige Druck in meinem Magen und die Übelkeit machten mich etwas mürbe im Kopf. Die Stimmung wendete sich eher ins traurige.

In der 8. Schwangerschaftswoche hatte die Übelkeit dann ihren Höhepunkt – zumindest für das erste Trimenon. Ich musste mich übergeben, Mehrfach und exzessiv. Bitte entschuldigt die Wortwahl aber es kein „Hey ich musste mich übergeben“ – nein es war ein „Ich kotze mir die Seele aus dem Leib“. Es hielt nur ein paar wenige Tage an, die Übelkeit blieb weiterhin.

Ich trank also wenig, ich aß wenig und musste mich dafür oft übergeben. So in der Art kannte ich das schon von der ersten Schwangerschaft. Wobei damals war es schlimmer, bisher dachte ich sei in dieser Schwangerschaft besser weg gekommen als in der ersten.

 

Woche 9 bis 12

In der 9. Schwangerschaftswoche ging es mir immer noch nicht wirklich gut. Rückblickend waren die 8. + 9. Woche definitiv die schlimmsten der ersten 12 Wochen. Ich würde es als den Höhepunkt des ersten Trimenons bezeichnen. Auf uns wartete in 2-3 Wochen eine Kreuzfahrt und ich hoffte einfach nur noch auf Besserung. Unter diesen Umständen würde ich auf keinen Fall in Urlaub fahren.

Aber es besserte sich, die Übelkeit wurde erträglicher und ich konnte die Reise antreten. Zwar musste ich mich auf der Kreuzfahrt öfters übergeben, was aber mehr dem Wellengang als der Schwangerschaft geschuldet war. So langsam konnte ich auch wieder Wasser trinken, nicht immer und häufig nur wenig aber es war ein guter Weg erkennbar. Viele Beschwerden wurden weniger. Die Geruchsempfindlichkeit nahm etwas ab, der Kreislauf wurde weniger anfällig und ja wie gesagt die Übelkeit ging langsam auch zurück.

Um so näher das Ende der 12. Woche kam umso ruhiger wurde ich auch was meine Angst an ging. Ich hatte furchtbare Verlustängste was das ungeborene Wesen in meinem Körper anging – das kannte ich so von mir noch nicht. Bisher hatte ich das große Glück noch keine Fehlgeburt erleiden zu müssen (klopft auf alles Holz was sie findet) und auch in der ersten Schwangerschaft war ich bei diesem Thema relativ entspannt. Dieses Mal hingegen hatte ich häufig die Befürchtung aufs Klo zu gehen und Blut auf dem Klopapier zu sehen. Das war nicht schön und wirklich nicht angenehm.

Die Kreuzfahrt kam, wir verbrachten einen einigermaßen schönen Urlaub zu dritt und die 12. Woche stand vor der Tür. Nur noch eine Woche bis zum Ende der ersten „gefährlichen“ Zeit. Mit Ende der 12. Woche machte ich es nicht nur um kleinen Kreis offiziell, sondern auch im größeren. Mein Team auf der Arbeit wurde darüber unterrichtet und Freunde die nicht zum engsten Kreis gehörten wurden ebenfalls eingeweiht.

Tja so waren meine ersten 12 Wochen bzw. 13. Wochen der Schwangerschaft. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber die Übelkeit verschwand nicht mit Beginn der 13. Woche – für mich handelt es sich hierbei immer noch um ein Märchen 😉

 

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5 Einträge zu „Bye bye 1. Trimenon

  • Ich hab ja in der 2. Schwangerschaft auch ziemlich mit der Übelkeit zu kämpfen gehabt. Das hat bis in die 17. Woche extrem angehalten und wurde danach erst langsam besser. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald besser wird!

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  • Ich wünsche dir von Herzen, dass du dieses Gefühl vom Anfang wiederfinden magst – da wo du dir der Schwangerschaft so sicher warst, dass auch ein negativer Test dich nicht aus der Ruhe bringen konnte und natürlich mit einem Summen auf den Lippen ❤
    Versuche genau DIESES Gefühl für dich "arbeiten" zu lassen! Ich denke es wird dir ganz viel bringen… Geh und such es! Es ist nicht verschwunden, sondern vielleicht nur etwas verschüttet worden unter Übelkeit, Stress und Sorgen. Dieses Gefühl nennt sich:
    GUTER HOFFNUNG SEIN ❤
    Es ist schon lange in dir und vertraue auf dein offensichtlich grandioses Bauchgefühl – es wird dich leiten!

    Liebe Grüße
    Mother Birth

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