Mit Kind und Baby im Bauch auf Kreuzfahrt

Als wir unsere Kreuzfahrt buchten, wussten wir nicht das uns ein kleines Geheimnis mit auf Kreuzfahrt begleiten würde. Eigentlich rechneten wir mit gar nichts, denn es war eine recht spontane Aktion ausgelöst durch Facebook.

Ein Reisebüro spülte per Facebook Werbung ein Super Spar Angebot für eine Costa Kreuzfahrt in die Timeline meines Mannes und dieser war dann irgendwie infiziert von dem Gedanken zu buchen. Wir schauten uns das Angebot an und irgendwann buchten wir. Wie sich raus stellte, ist das Angebot nur auf den ersten Blick super günstig – aber dazu später mehr.

Costa die Cruise Line deines Vertrauens

Schon öfter redeten mein Mann und ich über Kreuzfahrten und checkten dann die Preise. Leider schreckten diese uns immer etwas ab, nicht das Kreuzfahrten unbedingt furchtbar teuer sind – aber es passte nie die Route 100%, dann kamen da ja noch Pauschalen on Top die man im ersten Moment gar nicht greifen kann und und und.

Wir konnten nie einschätzen ob eine Kreuzfahrt wirklich ein für uns geeigneter Urlaub ist und wollten daher beim ersten Mal nicht zu viel investieren. Costa stach mit seinen Preisen dabei immer raus. Aber wenn ich ehrlich bin, schreckte mich Costa eher ab. Denkt man an die Vergangenheit so hat Costa eher einen, na ja sagen wir mal, schlechten Ruf. Die gewählte Überschrift dieses Absatzes ist daher eher etwas ironisch gemeint.

Costa stand eigentlich nie auf der Liste der Cruise Lines die ich wählen würde – Vorurteile sei Dank. Nun hatten wir aber das dringende Bedürfnis Urlaub zu machen und der Preis lockte uns wirklich also warfen wir alle Vorurteile über Bord und buchten.

Vor der Buchung

Doch nicht ganz so schnell – bevor wir buchten informierten wir uns über die verschiedenen Buchungsmöglichkeiten. Innen-, Aussen- oder doch Balkonkabine? Kabine vorab auswählen oder auf gut Glück zugewiesen bekommen? Getränkepakete oder doch lieber pro Glas zahlen? Zusätzlich noch Wasserpakete fürs Zimmer? Oh je es gibt ja doch eine Menge die man on Top buchen kann.

Schnell merkt man dann, dass der Preis für die Kreuzfahrt in die Höhe steigen kann. Eine Innenkabine kommt nicht in Frage. Sowohl mein Mann als auch ich können schnell mal an „Platzangst“ leiden, zumindest wenn wir ein Zimmer ohne natürliches Licht und das auf „Dauer“ haben. Eine Balkonkabine macht für die Reisezeit und die Route keinen Sinn da es zu kalt ist. Also fiel die Wahl auf Aussenkabine – um den Preis nicht um weitere 100 Euro zu erhöhen entschieden wir uns auf Zuweisung durch Costa.

Die Kabine war also gefunden, nun ging es weiter mit dem Getränkepaket. Mein Mann ist ein absoluter Vieltrinker. Im Sommer kann der schon mal gut 5-6 Liter am Tag weg trinken. Da schreit der Kopf automatisch „Getränkepaket“. Wir überlegten zwar immer wieder hin und her, entschieden uns dann aber doch dafür. Das Paket das uns interessierte beinhaltete die meisten Getränke auch ausserhalb der Essenszeiten und kostete knapp 25 Euro pro Person, pro Nacht – Mini war noch unentgeltlich. Die Entscheidung sollten wir zwar bereuen, aber in diesem Moment erschien es für uns machbar und wir wollten auf der sicheren Seite sein, um nachher nicht eine saftige Rechnung nachgereicht zu bekommen.

Soweit so gut, was fehlt noch? Ach ja das Serviceentgeld. Auf jedem Schiff ist es üblich, Serviceentgeld zu bezahlen. Das ist das Trinkgeld der Mitarbeiter auf dem Schiff. In der Regel wird auch dieses pro Nacht und pro Person bezahlt. Bei Costa beträgt dieses 10 Euro für die Erwachsenen und 5 Euro für die Kinder. Hier musste Mini bezahlen und war nicht befreit. Somit mussten wir weitere 25 Euro pro Tag einreichen, aber auch das konnte bereits vorab mitgebucht werden.

Urlaub wir kommen – die Buchung

Nun wussten wir was wir wollten und buchten. Der Versuch dies Online zu machen, scheiterte leider also machte ich das ganze telefonisch. Etwas mühseliger aber es funktionierte ohne Probleme. Einige Stunden später hatten wir bereits die Buchungsbestätigung und alles war gut.

Während der Buchung wurden wir natürlich gefragt wie wir anreisen. Unser Plan sah die Anreise per Auto vor. Natürlich bietet Costa verschiedene alternativen an, aber weder fliegen noch Bus kam für uns in Frage. „Wissen Sie denn schon wo Sie parken?“ -„Ja also öhm wir wollten den Parkplatz am Hafen reservieren.“ Schnell stellte sich raus, dass auch diese Buchung über Costa möglich ist – warum also warten? Wir buchten den Parkplatz ebenfalls über das Telefon bei Costa direkt. Leider erhielten wir dafür aber nie eine Bestätigung. Stellte aber kein Problem dar, bei Anreise wurden wir zwar nach einer Bestätigung gefragt erklärten aber die Situation und durften dann parken.

Ein paar Tage nach der Buchung erhielt ich einen Anruf von Costa. Meine persönliche Reiseberaterin stellte sich bei mir vor und Bot ihre Hilfe bei den Landgängen an. Laut Portfolio soll diese persönliche Reiseberaterin dabei behilflich sein, „individuelle Angebote nach meinen Wünschen zu erstellen“. Leider kam das nie zustande, denn jede Individualität die wir uns wünschten, wurde nicht angeboten. Unterm Strich ist die Dame nur dafür da die Landausflüge zu buchen oder die Getränkepakete – alles was man unter MyCosta Online selber buchen kann. Die ein oder andere Frage konnte sie zwar beantworten aber eher mit „am Hafen gibt es Anbieter, da können sie sich dann einen aussuchen“. Irgendwas zu buchen was nicht einem Costa Landgang entsprach war nicht möglich.

Nun hieß es warten bis die Rechnung zu zahlen ist und dann endlich auf Kreuzfahrt gehen.

Anreise und Boarding

Von uns bis Savona – der Starthafen – lagen einige km vor uns. Laut Navi brauchten wir ohne Pausen 8 Stunden – in km ausgedrückt etwas mehr als 830 – mit kleinem Kind und 4 Pausen brauchten wir unterm Strich knapp 10 Stunden. Wir waren also sehr froh die Anreise einen Tag vorher gewählt zu haben. Für die Nacht in Savona wählten wir das Hotel Miro. Der Komfort des Zimmers war für den Preis mehr als ok, es war eines der wenigen Hotels die wir als Familie (2 Erwachsene und 1 Kind) buchen konnten obwohl es nur ein Doppelbett hatte.

Am nächsten Morgen konnten wir ausgeruht zum Frühstück marschieren und fuhren dann zum Hafen um aufs Boarding zu warten. Den Parkplatz fanden wir zwar relativ einfach, na gut das erste mal führen wir dran vorbei da wir dachten das sei nur die Hafeneinfahrt. Die Hafeneinfahrt war es zwar, aber eben auch die Einfahrt zum Parkplatz denn dieser liegt genau am Hafen. Der Service hierbei ist großartig. Du fährst zur Abgabestelle, dort meldest du dein Auto an und steigst aus. Deine Koffer werden sofort entgegen genommen und zur Abfertigung gebracht. Du musst nur dein Handgepäck und dich selber nehmen. Deinen Schlüssel gibst du ab. Das ist nicht jedermanns Sache – unsere eigentlich auch nicht unbedingt aber es klappte super. Wir hatten zwar das Gefühlt, dass mit dem Auto mehr als nur geparkt wurde aber lässt sich schwer beweisen.

Bevor wir in die Wartehalle gingen erhielten wir eine Nummer die uns einer Gruppe zuwies. Die Gruppen dürfen nach und nach Boarden. Die Dame erklärte uns aber, dass wir bitte oben in der Halle unsere Nummer (3) gegen die Nummer 1 tauschen sollten, da wir schließlich mit kleinem Kind unterwegs seien. Kinder bis 3 Jahre berechtigen zum Pre-Boarding. Tolle Sache. Wir mussten vielleicht 500 Meter laufen und waren schon in der Halle. Ein Stockwerk hoch, zur Info Nummer tauschen und dann ab auf den kleinen Spielplatz zum warten. Der Spielplatz befindet sich in einem separaten Raum. So haben die anderen wartenden ein bisschen Ruhe und alle Kinder können sich nach Lust und Laune austoben. Es gab kleine Rutschen, ein Klettergerüst, Bällebad für jeden was dabei eigentlich.

Lange mussten wir auch nicht warten und schon ging das Pre Boarding los. Alle Passagiere mit einer 1 bitte zum Eingang. MÖPP wäre das nur so einfach. Vor dem Eingang bildete sich eine Schlange von Rentnern (der Sprache nach zu Urteilen deutsch) die den Weg dezent blockierten. Wir drängten uns also durch die Schlange, zeigten unsere 1 vor und durften mit anderen Familien und Menschen die schlecht zu Fuß waren als erstes einsteigen. Was mich etwas wunderte war die fehlende Hilfe. Ein Mann mit Rollator und seine Frau mussten den Weg die Gangway hoch alleine meistern. Der Mann hatte damit wirklich zu kämpfen. Ich bot meine Hilfe an, diese wurde aber nicht angenommen – sie entschieden sich erst einmal Pause zu machen. Die Gangway hoch zum Schiff ist mit Rollator und schlecht zu Fuß schon relativ schwierig zu bewältigen da eine Steigung überwunden werden muss.

Doch bevor wir in die Gangway durften erst noch Check-in. Das bedeutet Gesundheitsdokument, Ausweise und Reservierung vorlegen. Laut AGB der Costa dürfen Schwangere nur mit ärztlichem Attest aufs Boot. Dieses darf nicht älter als eine Woche sein und muss auf Englisch ausgestellt sein. Es muss drin stehen in welcher Woche man sich befindet und ob es sich um eine Risiko Schwangerschaft handelt. Schwangere dürfen nur mit, wenn sie bei Reiseende nicht die 24. Woche überschreiten.  (Stand Dezember 2016) 

Da auf keinem der Dokumente die Möglichkeit bestand eine Schwangerschaft anzugeben, legte ich das Attest einfach den Unterlagen bei. Doch die Dame beim Check-in gab es mir ohne drauf zu achten einfach wieder. Also wies ich sie ausdrücklich auf meine Schwangerschaft hin und zeigte ihr erneut das Attest. Sie blickte kurz drüber nickte nur kurz und gab so etwas wie ein „ok ok“ von sich. Dafür das in den FAQs so ein „Druck“ bzgl. Reisen als Schwangere gemacht wird, war beim Check-in kein wirkliches Interesse zu erkennen. Na ja sei es drum, danach ab durch die Sicherheitskontrolle – ein Foto für den Boardausweis und endlich durch die Gangway zum Schiff.

Dort das obligatorische Foto von der Einschiffung und immer der Menge folgen. Ein paar Stewards wurden so hingestellt, dass sie dir den Weg direkt in den Fahrstuhl geleiteten. Da wir keine Ahnung hatten wo wir jetzt hin müssen, folgten wir den Anweisungen und standen dann im Aufzug. Die Nummer wo es jetzt hin gehen sollte, mussten wir selber drücken. Nur wussten wir ja gar nicht wo wir hin müssen… An Informationen hatten wir bisher nur, dass die Zimmer noch nicht fertig seien und es eine Durchsage geben würde. Mhh ok also einfach mal ganz hoch fahren.

Da Mini nun Hunger ankündigte passte es ganz gut, dass im oberen Deck der Poolbereich mit einer Snackbar anzufinden war. Als erstes Essen auf dem Schiff gab es Pommes und Burger. Ohne genauen Überblick wo es was eigentlich gibt, war das mehr als ok.

Das Schiff

Gereist sind wir mit der Costa Fascinosa, dieses Schiff besteht es aus 17 Decks wovon 13 sogenannte Passagierdecks sind. In Zahlen ist das Schiff knappe 291 Meter lang und ca. 36 Meter breit. Wenn man davor steht, wirkt es aber ehrlich gesagt gar nicht riesig natürlich ist es größer als jede Fähre die ich bisher so gesehen habe – aber einen WOW ist das RIESIG Effekt gab es jetzt nicht. Es dürfen maximal 3800 Passagiere auf das Schiff, was eine ganz schöne Hausnummer ist wie ich finde. An Kabinen ist das Schiff mit 1508 Stück ausgestattet. Seit 2012 kann man mit dem Schiff die Meere bereisen.

Auf den ersten Blick ist das Schiff etwas verwirrend und man braucht ein bisschen um sich darauf zu Recht zu finden. Es gibt um jede Uhrzeit in verschiedenen Restaurants etwas zu essen – ok Nachts nicht aber in der Regel wird man nicht verhungern. Manches Essen wird in Buffet Form angeboten, anderes in eine Art Fast Food Counter und dann gibt es natürlich das Á la Carte Restaurant. Neben den Restaurants die im Preis inklusive sind, gibt es noch Restaurants die kostenpflichtig sind.

Neben einem – ebenfalls kostenpflichtigen – Spa Bereich gibt es 3 Poolbereiche. Davon befindet sich allerdings nur einer Überdacht, die anderen im Außenbereich. Die Tiefe dieser Pools liegt ohne Ausnahme bei 1,15 m. Die beiden Pools im Außenbereich wurden nur von wirklich hart gesottenen Personen genutzt. Na ja ich mein bei 15 Grad Außentemperatur und nicht beheiztem Pool wäre es für mich definitiv nichts. Es gibt auch noch einige Whirlpools. Diese sind natürlich beheizt dürfen aber nur von Personen über 16 genutzt werden. Es gibt auch noch einen Kinderpool Bereich. Dieser befindet sich allerdings auch aussen und war somit nicht nutzbar. Er ist ganz niedlich gemacht mit einem ca. 30 cm tiefen Pool und anderen Attraktionen die Kinder eine Abkühlung verschaffen.

Essen und Trinken

Wie bereits beschrieben gibt es verschiedene Möglichkeiten an Essen zu kommen. Wir stellten sehr schnell fest, dass uns das Buffet zu sehr stresste. Die Leute waren zum teil mit ihren Ellenbogen unterwegs, es wurde gedrängelt, geschupst und gemeckert wenn es nicht schnell genug ging. Dazu kam es mitunter vor, dass wir erst mal recht lange einen Platz für uns suchen mussten. Unser erstes Mittagessen sah wie folgt aus:

15 Minuten Tisch suchen
30 Minuten Essen für Mini und Mama beschaffen
30 Minuten während Mini und Mama essen, beschafft sich der Mann was zu essen
15 Minuten warten bis Mann mit dem Essen fertig ist

Getränke werden hier ebenfalls nur selten bis gar nicht serviert. Diese bekommt man an Getränkespendern (mit seiner Costa Bord Karte) oder an so eine Art kleiner Kiosk. Für uns hatte das nichts von gemütlichem gemeinsam Essen und so nahmen wir unser Frühstück und Abendessen eigentlich nur noch im Á la Carte Restaurant zu uns. Hier dauert alles vielleicht etwas länger aber es war angenehmer und die Qualität unterm Strich auch um einiges besser.

Generell haute uns das Essen nicht sonderlich um. Uns fehlte irgendwie die Frische, das besondere. Ich kann das wirklich nur schwer greifen und hier sind ja auch Geschmäcker unterschiedlich aber na ja wir wurden satt – das eine oder andere war auch extrem lecker aber das meiste war halt einfach nur durchschnitt.

Das Trinken überraschte uns preislich und wie bereits weiter oben geschrieben, bereuten wir das Getränkepaket. Ein Wasser lag bei a. 1,75 Euro pro Glas. Ein Bier um die 2 Euro. Anti-Alkoholische Cocktails bei ca. 6,50 Euro. Um die 25 Euro voll zu bekommen, musste also einiges getrunken werden. Für das Zimmer holten wir uns ein Paket Wasserflaschen. Das war die bessere alternative und wäre für die Kreuzfahrt vollkommen ausreichend gewesen.

Das Zimmer

Das Zimmer überraschte uns beim ersten eintreten. Es war geräumiger als wir es erwartet hatten. Man merkt das bereits beim Bau über jede Kleinigkeit nachgedacht wurde. Unter das Bett passen ohne Probleme die Koffer, ein Buggy der flach und klein ist würde ebenfalls drunter passen. Für die eine Woche fanden auch alle unsere Klamotten im Schrank platz. Die Minibar war abgeschlossen und konnte daher nicht von uns genutzt werden.

Das Bad war klein aber ausreichend. Im Zimmer befand sich ein Doppelbett, ein Einzelbett für Mini, ein Tisch und ein Sessel. Natürlich hatten wir auch einen Fernseher und eine Menge Spiegel in denen wir uns betrachten konnten.

Die Einrichtung war vollkommen in Ordnung und wir fühlten uns im Zimmer wohl. Gefühlt besuchte der Steward das Zimmer 3 oder 4 mal am Tag. Sauber machen, herrichten, Aufdeck-Service. Wer das nicht möchte kann ein Schild raus hängen, wie man es eben aus den Hotels kennt.

Die Route

Unsere Route trug den tollen Namen „Ein Blau wie gemalt“ und entsprach bis auf eine Stadt unseren Wünschen. Bisher war das die „perfekteste“ Route die ich bei allen Kreuzfahrten entdecken konnte. Start und Ende war natürlich in Savona. Von Savona ging es nach Barcelona – Valencia – Palma de Mallorca – Palermo und Neapel. Zwischen Mallorca und Palermo lag ein Seetag.

Was an der Route störte war der kurze Aufenthalt in Barcelona. Zwischen 3-4 Stunden ist für diese tolle Stadt nicht wirklich ausreichend. Neapel hätte ich lieber gegen Rom getauscht, allerdings lag auch hier der Aufenthalt lediglich bei 4 Stunden – was für Rom ebenfalls viel zu wenig gewesen wäre. Unterwegs stellten wir schnell fest, dass uns die Spanischen Städte gut gefielen – die Italienischen allerdings nicht so.

Sowohl Palermo als auch Neapel gefielen uns nicht sonderlich, wir unternahmen da auch nicht viel und kehrten recht schnell zurück aufs Schiff. Palermo machten wir eine Hop on Hop off Tour, in Neapel mussten wir nach 1,5 Stunden abbrechen da es einfach nicht aufhören wollte zu regnen. Gut dafür kann die Stadt nun wirklich nichts, aber das was wir in dieser Zeit gesehen haben war jetzt nicht unbedingt atemberaubend.

Generell hatten wir nicht so sonderliches Glück mit dem Wetter. Es war relativ kühl, selten sonnig und Regen. Der Regen führte zu Sturm, der Sturm zu hohen Wellen, die hohen Wellen zur Seekrankheit.

Schwanger auf hoher See

Seekrank da sind wir dann auch schon beim Thema. Als Schwangere auf See, wenn man das Googelt erhält man oft die Empfehlung nicht auf Seereise zu gehen, da die Übelkeit durch die Wellen verstärkt werden kann. Nun litt ich ja 2-3 Wochen vor der Reise an starker Übelkeit und ich hatte etwas Angst vor der Reise. Da die Übelkeit sich aber bis zum Reisebeginn gelegt hatte und besser wurde, war ich etwas beruhigter. Ausserdem versicherten mir zwei Freundinnen „Mittelmeer ist ruhig, da sind nicht so viele Wellen. Das ist das angenehmste Meer, mach dir keine Sorgen“.

Eigentlich ging es auch, bis der Sturm kam. Der Sturm, der Regen, der starke Wind ergaben furchtbaren Wellengang. Bis Mallorca hielt sich das bei mir in Grenzen und ich merkte es nur ab und zu, ich fühlte mich aber wirklich gut. Als wir in Mallorca abreisten änderte sich das. Zum Abend wurden die Wellen so stark das ich mich relativ früh ins Bett zurück zog. Natürlich stand genau jetzt der Seetag an – puuhh – den Seetag verbrachte ich also im Bett oder überm Klo oder vor Erschöpfung vor dem Klo. Es war kein schöner Tag, weder Essen noch trinken ging an diesem Tag. Mich erwischte die Seekrankheit vollkommen.

Auch mein Mann hatte hier und da leichte Anfälle von Übelkeit aber so wie mir ging es keinem aus der Familie – Mini war dagegen Topfit. Die nächsten Tage wurde es zwar besser, aber ich merkte es immer wieder noch leicht. Aber das Übergeben begrenzte sich auf den einen kompletten Tag. Gott sei Dank.

Ansonsten war der Urlaub wie jeder Urlaub als Schwangere auch. Aufgrund meiner Neigung zur Seekrankheit würde ich es aber wohl eher nicht mehr machen.

Eine Kreuzfahrt mit kleinem Kind

Vorweg: Mini fand die Kreuzfahrt total toll. Er liebte es auf dem Schiff zu sein und fragt auch immer mal wieder wann wir wieder auf ein Schiff gehen. Aber auch er sagt, dass nächste mal ein anderes Schiff und anderes Meer mit weniger Wellen. Ich vermute aber das eher, weil natürlich auch er mitbekommen hat wie schlecht es mir ging.

Mir persönlich war das Schiff zu wenig für Kinder ausgelegt. Wie geschrieben, befand sich der Kinderpool aussen. Im November absolut unpraktisch. Es gab dann noch so etwas wie ein Spielplatz der aus einem Piratenschiff und einer Burg bestand. Hier können die Kinder zwar tollen aber auch das nur bedingt. Wir trafen hier kein einziges mal auf andere Kinder. Mini verlor auch relativ schnell die Lust daran. Für uns erwachsene gab es keine Möglichkeit zu sitzen.

Der Pool im Innenbereich war mit seinen 1,15m Tiefe für Mini allein untauglich, daher musste immer ein Erwachsener mit. Da ich das Poolwasser nicht vertrug (aufgrund des hohen Chlor und Salzgehalts bekam ich Ausschlag) musste da immer mein Mann her halten. Der hatte natürlich auch nicht immer Lust.

Ansonsten gab es für Kids noch einen Kids Club, hier konnte man die Kinder bis einschließlich 24 Uhr abgeben. Nun wollte ich mein Kind nicht unbedingt abgeben, sondern hätte einfach gern einen Spielbereich gehabt in dem das Kind spielen und ich mich bei nem Getränk hinsetzen hätte können. Ob das überhaupt ein Schiff bietet weiß ich nicht, dieses aufjedenfall nicht. Für die Minis gibt es aufjedenfall noch einen Mini Kids Club hier können die kleinen mit ihren Eltern zusammen spielen.

Im Buffet Restaurant gibt es keine speziellen Kindergerichte, im Á la Carte sieht das anders aus. Hier bekommen die Kids eine Karte aus Papier zum bemalen und Stifte. Die Gerichte entsprechen in einer abgespeckten Version der Karte die wir erwachsenen bekommen haben. Das Kids Menü konnte aus bis zu drei Gängen bestehen. Meistens war da aber nie was für Mini dabei. Die alternative lautet dann Nudeln mit Tomatensauce und als Nachtisch frisches Obst – jeden Abend. Da Mini gerne Nudeln ist, war das für ihn ok.

Resümee und Fotos

Was soll ich sagen? Eine Kreuzfahrt bietet eine Menge Vorteile – gerade als Familie. Man hat ein festes „Hotelzimmer“ ist dennoch jeden Tag woanders. Kann also viel erleben, allerdings ist man auch stark von den Gegebenheiten abhängig. So zum Beispiel Neapel. Das Wetter war so schlecht, dass irgendwie nichts richtig ging – aber eine zweite Chance die Stadt zu erkunden haben wir ja nicht gehabt. In Valencia hatten wir ähnliches Problem. Nach unserem Besuch im Ozean Museum waren sowohl Mini als auch ich so kaputt und Hungrig, dass wir einfach nur aufs Schiff zurück wollten. Dann erneut in die Stadt hat sich nicht mehr gelohnt und dabei hätte die Stadt noch so viel zu bieten gehabt.

Wir stellten auch fest, dass das Service Konzept von Costa nicht zu unseren Vorstellungen passt. Am Pool Bereich wurden zwar immer fleißig Gläser abgeräumt aber ganz selten Bestellungen aufgenommen. Eigentlich so gut wie nie. Auch in den Bars oder Restaurants lief das eher schleppend und dauerte recht lang. Einmal warteten wir wirklich 15 Minuten und es kam einfach keiner um eine Bestellung entgegen zu nehmen. Also ging ich selber zur Bar und holte uns die Getränke.

Wir waren uns am Ende der Kreuzfahrt unschlüssig ob wir noch einmal eine Kreuzfahrt machen würden. Die Entscheiden fiel auf ein Ja – aber unter bestimmten Bedingungen. Zum einen nicht mehr mit Costa, zum anderen eher in der Karibik mit „gut Wetter Garantie“ und nicht mehr 8 Tage sondern eher nur kurze Routen. Die Kombination November – Gewitter – Mittelmeer und Costa war für uns leider keine schöne. Dennoch sind wir sehr froh genau diese Kreuzfahrt gemacht zu haben.

So und nun zum Abschluss ein paar Bilder. Wer mag kann auch mal in meinem Instagram Account (siehe rechts) stöbern. Während der Reise habe ich immer wieder ein paar Bilder gepostet.

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