Eine Fahrradtour auf Sanibel

Hach was ist unser Urlaub schon lang her und trotzdem habe ich es noch nicht geschafft über alles zu Bloggen, was ich mir so als Thema vorgenommen hatte.

Ein Thema war „Mit dem Fahrrad über Sanibel“. Bereits bei unserem ersten Besuch 2015 hinterließ die Insel einen durchweg positiven Eindruck. Ein weiterer Besuch 2016 war daher Pflicht. Dieses mal wollten wir aber nicht nur einen Strand besuchen, nein wir wollten die Insel mit dem Fahrrad erkunden.

Vorbereitung

Natürlich wollten wir nicht blind auf die Insel fahren und unvorbereitet wie der Ochs vorm Berg stehen. Also begannen zu erst die „Recherchen“. Wo kann man Fahrräder mieten, was kostet das, wann machen die Stationen auf, wie sieht es dort mit Parken aus. Recht schnell stellte sich raus, dass die Anzahl der Mietstationen begrenzt ist. Es gibt nämlich insgesamt nur 3 Stück, davon gehören 2 dem gleichen Anbieter. Die Kosten sind relativ ähnlich, dennoch entschieden wir uns für den teureren. Nicht weil uns seine Homepage besonders gefiel oder sein Service der bessere zu sein schien – nein einfach aus dem Grund er machte früher auf.

Es würde also Billy´s Bike Shop werden. Die Parkmöglichkeiten an dem Laden sind begrenzt, wer aber morgens kommt sollte keine Probleme haben. Als nächstes studierte ich die mögliche Strecke. Was wollen wir sehen, wo darf man Fahrrad fahren, wie viel km wären das insgesamt. Für die Streckenplanung nahm ich mir Runtastic zur Hilfe. So konnte ich direkt sehen wie viel km uns erwarten würde und vor Ort konnte ich es als Navigationsgerät nutzen.

Es gibt strecken durch Naturreservate in denen man allerdings nur schieben darf. Solche Gebiete kamen für uns nicht in Frage, wir wollten fahren und nicht schieben. Ausserdem schiebt sich ein Fahrrad mit Anhänger ziemlich schwer. Ein weiterer Grund diese Gebiete nicht anzusteuern, waren die Stechmücken. Diese sind natürlich gerade in diesen Gebieten häufiger „zu finden“.

Unterm Strich stellte ich eine Route mit ca. 17km zusammen, diese beinhaltet einen Spielplatz, kurze Stops am Strand, vorbei an typischen Wohnhäusern und natürlich ein Stopp am Leuchtturm.

Die Tour

Aufgrund der zum Teils schlechten Parkplatz Situation auf Sanibel wollten wir relativ früh bereits am Rental sein. Aber von den Parkplätzen abgesehen, sprechen noch andere Faktoren für eine Anreise zur Öffnungszeit. 1. man hat bei den Fahrrädern noch Auswahl – ich hatte Reiseberichte gelesen, die davon sprachen am Mittag nur „die Reste“ nehmen zu können. 2. Morgens ist es noch nicht so heiß und 3. es ist generell noch nicht so viel los.

Wir hatten uns bereits im Vorhinein für zwei Fahrräder und einen Anhänger entschieden. Vor Ort wurden wir direkt von einem Mitarbeiter angesprochen, er war ungewohnt Wortkarg und fragte eigentlich nur welche Bikes wir wollen und an welchem Bike der Anhänger befestigt werden soll. Gesagt, getan und dann ging es auch schon los. Ich startete Runtastic und lies uns davon navigieren. Runtastic hat die Möglichkeit Karten vorher per Download offline verfügbar zu machen, dadurch kann das Handy auch ohne Datennetz als Navi genutzt werden.

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Die Strecken sind in der Regel gut zu fahren und bestehen zu 98% aus Asphalt. Vor jeder Einfahrt steht ein Stopp Schild, dass den Autos Vorfahrt gewährt. Aber an das „Stop“ halten sich die Leute irgendwie nur, wenn wirklich auch ein Auto kommt. Uns ist es auch oft passiert, dass uns die Autofahrer durchgewunken haben.

Die Luft war angenehm und es war nicht zu heiß, wir fuhren gemütlich die geplante Strecke und kamen auch nie richtig ins Schwitzen. Bereits nach 10 oder 20 Minuten „mussten“ wir den ersten Stop machen. Wir kamen am Community Spielplatz vorbei und den wollte Mini sich nicht entgehen lassen. Ein wirklich sehr schöner Spielplatz! Wir hätten wahrscheinlich ohne Probleme den ganzen Tag hier verbringen können. Da wir die Fahrräder aber nur für 4 Stunden gemietet hatten und nicht wirklich einschätzen konnten wie lange wir wirklich brauchten, saß uns die Zeit etwas im Nacken. Einen Fehler den wir so nicht wieder machen würden.

Gute 30 Minuten verbrachten wir dennoch auf dem Spielplatz. Mini tastete sich von den kleinen Rutschen zu den großen und konnte nur mit Engelszungen überredet werden nun weiterzufahren. Lange fuhren wir nicht, denn der nächste Stop wartete am Strand auf uns. Die Fahrräder hatten leider kein Schloß dran und wir hatten nicht daran gedacht eins Mitzunehmen, dennoch wagten wir einen kleinen Abstecher an den Strand. Die Fahrräder stellten wir an dafür vorgesehene Fahrradständer ab und liefen eine kleine Brücke zum Strand entlang.

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Da es am Vortag recht windig war, lag viel „Dreck“ aus dem Meer am Strand. Seealgen und anderes eben. Auch am Tag unseres Ausflugs war es noch etwas windig und die Wellen entsprechend etwas stärker als sonst. Nach 15 Minuten am Strand machten wir uns weiter über die Insel.

Obwohl es jetzt nichts atemberaubendes zu sehen gab, war dies einer der schönsten Ausflüge die wir im Urlaub gemacht haben. Sanibel hat einfach irgendwie was ruhiges und sehr schönes. Obwohl die Fahrradstrecke zum größten Teil neben der Straße entlang führt, fühlte ich mich nicht durch diese gestört. Es war nie besonders laut oder Unmengen los. Es war ein sehr angenehmes fahren. Ich bewunderte die wunderschönen Häuser die zum Teil in Strandlage gebaut wurden.

Die Strecke geht Konstant gerade ohne Steigungen und ist daher auch für unsportliche Menschen sehr gut geeignet. Durch den guten Bodenbelag ist auch mit wenig Rollwiderstand zu rechnen. Obwohl ich über die 18 km den Anhänger zog, fühlte ich mich keineswegs ausgepowert am Ende unserer Tour.

Am Leuchtturm machten wir eine größere Pause. Mini musste sich nun langsam auch mal wieder bewegen und wollte nicht nur im Anhänger sitzen. In unmittelbarer Nähe des Leuchtturms gibt es unter einer Menge Bäume genug Platz um Pause zu machen. Die Fahrradständer sind in Blickweite und es gibt Picknick Bänke. Der Strand befindet sich auch in Sichtweite. Der Platz laden einfach zum verweilen ein.

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Nach dem Leuchtturm steuerten wir den Rückweg an. Wir hätten zwar noch Lust gehabt etwas mehr von der Insel zu erkunden aber die Zeit saß uns schlussendlich nun doch „im Nacken“. Unterm Strich hatten wir die Fahrräder 3 Stunden und bezahlt für 4. Diese eine Stunde die wir verschenkt haben, reichte aber nicht um noch mehr von der Insel zu sehen. Jede weitere Strecke hätte uns mehr als die eine Stunde gekostet. Oder wir hätten gänzlich auf Stops verzichten müssen, was wir ja auch nicht wollten.

Wir würden daher beim nächsten Mal einfach das Fahrrad für einen ganzen Tag buchen. Bietet den Vorteil auch mal länger ohne großen Streß Pause zu machen. Wir überlegten einen weiteren Besuch für Sanibel einzuplanen aber leider ergab sich dafür keine Gelegenheit mehr im Urlaub. Da ich mich aber immer wieder gern an diesen Tag zurück erinnere, würde ich bei jedem weiteren Urlaub in dieser Gegend eine weitere Tour mit dem Fahrrad machen.

Übrigens hatte ich damals über den Tag gebloggt – wer dies auch noch lesen will, der schaut einfach mal hier. Es ist allerdings einfach eine sehr kurze Version von diesem Beitrag hier 🙂

Und danach?

In Sanibel gibt es einige leckere und tolle Möglichkeiten Essen zu gehen. So hatte ich mir „The Island Cow“ vorgemerkt. Allerdings hatten wir auch Verpflegung dabei und waren so eigentlich nie hungrig unterwegs. Am Ende der Tour hielt uns auch nichts mehr auf Sanibel, da parken um die Mittagszeit nun wirklich nicht mehr so einfach ist und wenn dann mit Gebühren verbunden ist. Also entschieden wir uns den Heimweg anzusteuern.

Wir machten einen kleinen Umweg durch ein Outlet. Die Sanibel Outlets liegen ohne großen Umweg auf dem Heimweg und bieten eine gute Möglichkeit noch einmal ein bisschen zu shoppen. Man darf hier kein großes ausschweifendes Outlet erwarten, es ist eher „klein“, gemütlich und nicht stark besucht. Oft hat man den Laden seiner Wahl fast für sich allein. Nur dafür dort hinzufahren sehe ich nicht als Lohnenswert, aber gerade für „auf dem Heimweg“ ist es ideal.

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Fazit

Ich glaub ein ausschweifendes Fazit kann ich mir sparen, man kann bereits im Text erkennen dass ich hier eine klare Empfehlung ausspreche. Für uns passte alles. Die Fahrräder waren in Ordnung, die Angestellten waren nicht unfreundlich, die Strecke mehr als angenehm und es gab genug Gelegenheiten eine Pause zu machen. Auch Mini kam auf seine Kosten.

Zum Abschluss wie immer ein paar Fotos. Viel Spaß beim anschauen!

Übrigens wer die Route gerne mal auf der Landkarte sehen möchte und Mitglied bei Runtastic ist, der kann diese unter dem Namen „Eine Fahrradtour auf Sanibel“ finden.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

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2 thoughts on “Eine Fahrradtour auf Sanibel

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