2. Trimenon geschafft – nun heißt es „Endspurt“

Woche für Woche geht es voran – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. So sagt man doch oder?

Ich bin nun in der 25. Woche und habe somit, dass zweite Trimenon hinter mich gebracht und befinde mich nun im 7. Monat. Bisher hatte ich ja schon über das erste Trimenon und den 4. sowie 5. Monat geschrieben und nun kommt der Bericht zum 6. Monat.

Kurzer Rückblick

Doch bevor ich mich ausgiebig mit dem 6. Monat beschäftige noch ein kleiner Rückblick auf den 4. und 5. Monat. Die Übelkeit hielt auch dieses Mal weit über die 12. Schwangerschaftswoche an. In der 19. Woche sollte sie sich so langsam verabschieden und nur noch gelegentliche Magenschmerzen hinterlassen.

Die Beschwerden sollten nicht besser nur anders werden. Kein Erbrechen mehr, großes Plus – dafür kamen extreme Müdigkeit und Schmerzen. Steiß und Symphyse schmerzten, aber am schlimmsten machte mir der Ischias zu schaffen. Stellenweise gelang mir das aufstehen nur mit höllischen Schmerzen. Ich musste mich über diese Schmerzgrenze „zwingen“ um überhaupt hoch zu kommen.

Als Ausgleich spürte ich dafür endlich das kleine Baby in meinem Bauch. Ein kleiner Junge wie uns meine Frauenärztin mitteilte, ein sehr lebendiger und nicht kooperativer Junge. Beim großen Screening der Organe wollte sich der Junge nicht von allen Seiten zeigen und somit gab es einen Folgetermin.

Monat 6

Im 6. Monat erfolgte der Folgetermin für das Screening der Organe. Auch dieses Mal zeigte sich der kleine Mann in meinem Bauch sehr dickköpfig. Wir sahen aber alles was gesehen werden musste und die Frauenärztin war zufrieden. Wieder bewegte sich der kleine ausgiebig und zeigte sich von der aktiven Sorte. Die Blase war auch gut gefüllt und ich musste nur daran denken „Er wird nachher in mich pinkeln“ lach

Wie ich bereits schrieb, verschwand die Übelkeit aber Magenschmerzen blieben. Auch die stellten sich endlich ein. Allerdings blieb eine gewisse Übelkeit von bestimmten Lebensmitteln. So kann ich nur wenig bis gar keine Milch/Milchprodukte zu mir nehmen. Je nach Tagesform kann ein kleiner Milchreis ein sehr unangenehmes Gefühl im Magen erzeugen. Es ist so eine Mischung aus Völlegefühl und leichter Übelkeit und das nur wegen ein bisschen Milch.

Auch Säurehaltige Produkte wie Smoothies oder sehr blähendes Essen vertrage ich nur sehr schlecht. Da ich das aber weiß, versuche ich diese einfach zu meiden. Manchmal erwische ich aber „neue“ Lebensmittel die ich auf meine „nicht essen“ -Liste schreibe. Ich arrangiere mich also mit diesen Umständen.

Was geblieben ist, ist die Müdigkeit und ein Teil der Schmerzen. Während die Symphyse und der Steiß sich so gut wie gar nicht mehr meldeten, machte der Ischias nach wie vor Probleme. Es fühlte sich sogar so an als würde dies von Woche zu Woche schlimmer werden.

Müdigkeit und Kreislaufprobleme 

Neben den Schmerzen war bzw. ist die anhaltende Müdigkeit mein größter Feind. Wenn der Wecker morgens klingelt braucht es eine Menge Selbstbeherrschung aufzustehen. Das Einschlafen fällt mir immer schwerer und Durchschlafen tue ich schon lange nicht mehr. Dazu kommt das Mini ebenfalls sehr unruhig und schlecht schläft. Oft weckt er mich in der Nacht und so bekomme ich noch weniger Schlaf. Kommt es nun vor, dass ich eine Nacht lang nur 3-4 Stunden Schlaf bekommen habe, dann leidet der Körper den ganzen Tag.

Mir dreht es nach dem aufstehen und ich habe starken Schwindel. Dieses Schwindelgefühl kann im schlimmsten Fall sogar Übelkeit und Brechreiz erzeugen. Das einzige was ich dann machen kann? Ruhig angehen lassen und etwas essen. Es dauert dann etwas und der Schwindel hört auf. Allerdings ist für den Tag die Luft raus. Großartige Einkaufstouren oder Spaziergänge kann ich vergessen oder nur mit vielen Pausen bewältigen. Was mich dann aber auch einfach ärgert. Einen Tag auf der Couch oder im Bett verbringen kann ich allerdings auch nicht, der Ischias meldet sich dann mit massiven Schmerzen. Er mag es lieber in Bewegung wie mir scheint.

Gelüste

Mit dem 6. Monat kamen auch die Gelüste. Eis und Oliven – nicht zusammen – aber auf beides gleich. Ich hätte jeden Tag Oliven mit Avocado essen können. Als Nachtisch ein Eis, am besten ein Magnum Mandel *mhhhhh* Nicht gerade die gesündesten Gelüste aber ich ließ diese zu. Diese Schwangerschaft bin ich einfach total entspannt was Essen und die Zunahme angeht. Was soll ich mir denn Streß machen? Kann ich danach noch genug.

Zum Ende des 6. Monat kam zu Oliven und Eiscreme auch noch die Große Lust auf Sushi dazu. Ja genau Sushi-so schön dass ich das nicht Essen darf. Pauschal gesprochen, denn Sushi ohne Fisch geht natürlich auch aber ist irgendwie nicht das auf was ich Lust hatte.

Irgendwann war die Lust aber so groß, dass ich mir eine Platte mit vegetarischem Sushi kaufte. Ich dachte mir einfach „Besser als gar nichts“ – aber das war die Untertreibung! Gott war das herrlich! Es machte direkt Lust auf meeeeehr und nun schreit meine Lust täglich „Sushi“. Oliven und Eis sind schon fast abgeschrieben, aber da ich ja nicht jeden Tag Sushi essen kann – müssen die eben her halten 😉

Übrigens-Plan für dieses Wochenende: Sushi selber machen 😉

Kugelrund

Ob es nun den Oliven, dem Eis oder dem anderen Essen geschuldet ist – oder vielleicht einfach nur dem wachsenden Baby geschuldet ist: Mein Bauch wird Kugelrund. Na ja nicht alles davon, der Oberbauch. Mein Unterbauch bleibt wie gewohnt etwas weiter unten hängen. Ja ich steh dazu, konnte ich übrigens in der ersten Schwangerschaft nicht. Es sieht halt einfach nicht schön aus, aber ich kann es halt auch leider nicht ändern.

Die Haut und mein Bindegewebe haben die starke Zunahme als Teenie, die erste Schwangerschaft und dann noch die starke Abnahme verkraftet. Es ist eine Schürze und die bleibt es auch – da brauche ich auch keine Cremes oder ähnliches ausprobieren. Sei es drum, dem Oberbauch sei Dank sehe ich gelegentlich nicht nur Dick aus sondern Kugelrund und schwanger. An manchen Tagen muss ich auch schon watscheln wie ein Pinguin. Liegt dann aber meist eher an den Schmerzen.


Endspurt

Es heißt jetzt nur noch das 3. Trimenon hinter mich zu bringen aber ich hab in erster Linie ein anderes Ziel: den Mutterschutz und den voran gelegten Urlaub. Am 21.03 ist es soweit, mein letzter Arbeitstag bricht an. Auf dieses Datum freue ich mich schon gewaltig. Zum einen hoffe ich, dass es danach etwas einfacher wird und zum anderen freue ich mich auf die „viele“ Freizeit für mich und auch für Mini und mich.

Was genau einfacher werden soll? Ich kann auch unter der Woche ausschlafen. Wenn Mini also mal eine schlechte Nacht hat, reißt mich kein Wecker aus dem Tiefschlaf. Der Streß auf der Arbeit fällt weg und ich bin nicht so angespannt, wenn ich Mini aus der Kita abholen muss. Ich kann meinem Nestbautrieb mehr Freiheit lassen und ein bisschen die Wohnung auf Vordermann bringen bevor das kleine Würmchen unser Leben auf den Kopf stellt.

An diesen Tag klammer ich mich wirklich fest. Wenn ich einen richtig schlechten Tag habe, denke ich einfach an diesen Tag und an die Hoffnung die daran hängt.

Ob sich die Hoffnung erfüllt und wie es zum Ende der Schwangerschaft so gewesen ist, werdet ihr dann wohl in Schwangerschaftswoche 40 erfahren -wenn es dann heißt „warten auf das Baby“.

 

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