Erinnerungen an die Urlaube in New York

Ihr kennt das doch bestimmt auch, man sitzt zu Tisch mit den liebsten um einen Rum und fängt an zu erzählen: „Kannst du dich noch erinnern, damals in New York…?“. Natürlich kann man sich noch erinnern, denn die Geschichte wurde wohl schon zum 100. mal erzählt. Trotzdem es ist schön die Geschichte erneut zu hören und noch schöner ist es die Geschichte zu erzählen.

Wir hatten vor kurzem wieder so eine Situation, eine Unterhaltung über unsere Urlaube in New York. Bisher hatten wir zwei Mal das große Glück in diese Stadt zu fliegen. Zum ersten Mal ging dieser Traum, für mich ein sehr großer Traum, im Dezember 2009 in Erfüllung. Das zweite Mal dann im März 2012. Beides war relativ spontan und jeder Urlaub hinterließ wunderschöne Erinnerungen. Heute möchte ich von diesen erzählen, auch wenn das in einer Zeit vor den Kindern war – dazu packe ich euch noch ein paar Bilder. Da die Urlaube schon ein bisschen her sind, kann ich leider nicht mehr sagen wann welche Geschichte passiert ist, aber das ist ja auch eigentlich nebensächlich. Und nun viel Spaß bei unseren Urlaubserinnerungen aus New York City – meine absolute Traumstadt!

Burger mal anders

Nach einem anstrengenden aber schönen Shopping Tag in New York, saßen mein Mann und ich im TicToc Dinner. Das Dinner war quasi unser Standard-Restaurant, da es direkt neben unserem Hotel lag. Wir studierten die Speisekarte und meine Entscheidung fiel auf einen Burger. Wir unterhielten uns sehr angeregt als die Kellnerin kam um die Bestellung aufzunehmen. Ich nannte ihr den ausgewählten Burgen und als die Kellnerin fragte wie ich gern mein Fleisch hätte war ich etwas irritiert. Wie jetzt? Kenn ich nur von einem Steak, aber gut ist ja kein Problem. Felsenfest antwortete ich „Rare“. Etwas verdutzt sah mich die Kellnerin an und fragte „Rare?“ und ich, in der Überzeugung das richtige zu bestellen, „Yes, please“.

Die Kellnerin zog von dannen und mein Mann starrte mich etwas entsetzt an. Ich wollte das Gespräch von vorher wieder aufgreifen und fragte ihn was los sei. Er schaute mich irritiert an und fragte mich, ob ich wisse was ich gerade bestellt habe. Überzeugt von meiner Bestellung wiederholte ich diese erneut und verstand nicht was los war. Ich weiß bis heute nicht, was mein Hirn für einen Aussetzer hatte aber in diesem Moment machte es klick und ich erschrak. Nun wurde mir bewusst, warum sowohl die Kellnerin als auch mein Mann etwas komisch auf meine Bestellung reagiert hatten. Ich hatte meinen Burger anstatt Medium, wie ich es vor hatte, in Roh bestellt. Tja nun hieß es warten und schauen was ich serviert bekomme. In meiner Vorstellung bekam ich eine rohe Frikadelle auf einem Brötchen. So war es aber nicht. Das Fleisch war von beiden Seiten angebraten und lediglich in der Mitte roh, damit konnte ich leben und genoß meinen Burger der anderen Art. Und soll ich euch was verraten? Ich glaub das war der beste Burger den ich je gegessen habe.

 

Ausflug mit dem Fahrrad

Die grüne Lunge von New York ist der Central Park – einer meiner Lieblingsorte in der Stadt. Bereits bei meinem ersten Besuch, in diesem wunderschönen Park, war ich verliebt. Bei unserem zweiten Besuch planten wir einen ganzen Tag im Park und entschieden uns spontan ein Fahrrad zu leihen. Wir hatten uns vorher überhaupt nicht über das Thema informiert und sind relativ Blauäugig los gefahren. Die Übergabe der Fahrräder war auch eher minimalistisch. Wir erhielten eine Karte und tja das wars. Die Karte schauen wir uns nicht großartig an, denn grob kannten wir uns ja schon an. Wir starteten ungefähr am Trump Tower und wollten als erstes zur Alice Statue.

Wir radelten auf dem direkten und schönsten Weg dort hin. Dort angekommen machten wir eine Pause und waren etwas irritiert warum ausser uns dort keiner Fahrrad fährt. Im Gegenteil einige schauten uns etwas kritisch an. Wir waren uns aber keiner Schuld bewusst. Tja bis zur besagten Pause, denn an der Alice Statue schauten wir uns mal die erhaltene Karte etwas genauer an. UPS siehe da, dass Fahrrad fahren im Central Park ist nur auf der Hauptstraße erlaubt und somit eigentlich vorbei an den interessanten Sachen. Um diese zu besichtigen muss man absteigen und schieben. Ok das erklärt die bösen Blicke und das erklärt warum wir die einzigen waren, aber es erklärt nicht warum man mit dem Fahrrad durch den Central Park fahren sollte?! Irgendwie verpasst man meiner Meinung nach das schönste. Wir nahmen also die Räder, fuhren die Hauptstraße entlang und machten hier und da mal eine kurze Rast. Wir hatten die Fahrräder für 4 Stunden gemietet aber bereits früher abgegeben und uns zu Fuß durch den Park gemacht. Meiner Meinung nach die bessere Art.

Schneeflöckchen – Weißröckchen

Ach und wo wir gerade beim Central Park sind, der ist im Schnee wunderschön. Wir hatten 2009 das Glück einen Tag voll Schnee zu erleben. Innerhalb einer Nacht fielen zwischen 20 und 30 cm Schnee, richtig schöner Pulverschnee. Wir machten uns also vom Hotel los und besuchten den Central Park. Als Einstieg machten wir eine Kutschenfahrt, die sich wirklich als absoluter Touri Nap raus stellte und uns eine Menge Geld kostete. Danach ging es zu Fuß weiter. Über verschiedene Brücken zur Eisbahn und auf Felder die noch unberührt waren. Hier machte ich sogar einen Schneeengel. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind und hatte eine Menge Spaß. Dieser Tag hätte für mich unendlich lang sein können. Um uns herum waren eine Menge Menschen die ebenfalls eine Menge Spaß hatten. Ein idyllisches Bild mitten in einer Großstadt, welch ein Kontrast.

FAO Schwarz und Toys´r´us

In New York City gab es damals zwei legendäre Spielzeugläden. Toys´r´us und FAO Schwarz. Beide besuchten wir und beide zogen mich in ihren Bann. Toys´r´us war natürlich mit seiner Größe total faszinierend, ich mein welcher Laden kann schon ein Riesenrad vorzeigen? Aber so richtig Spaß hatten wir eigentlich im FAO Schwarz. Ob es nun die Piano Matte auf dem Boden war oder die riesige Auswahl an – zum Teil – Gigantischen Kuscheltieren. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Mitarbeiter waren dort wie die Grenadier-Garde angezogen und hatten scheinbar eine Menge Spaß an ihrem Job. Zum Abschluss stellten wir uns ein paar super lecker Süßigkeiten im SB Warenbereich zusammen. So leckere Brezel in Schokolade habe ich nie wieder gegessen. 2015 schloß der Laden leider und ich war sehr traurig darüber. Scheinbar kann man sich die Mieteinnahmen nicht leisten wenn man nur Spielzeug verkauft, denn auch Toys´r´us wurde bereits geschlossen. Schade…

Lieber ´ne Blase gelaufen, als Metro gefahren

Ich hab eine Phobie gegen U-Bahnen in Großstädten. Warum kann ich euch gar nicht mal erklären, ich laufe lieber als mich an einem stickigen Bahnsteig aufzuhalten und auf eine Bahn zu warten. Das war unterm Strich der Grund, warum wir gerade bei unserem ersten Aufenthalt New York City hauptsächlich zu Fuß erkundeten. Damals gab es noch nicht sowas wie Activity Tacker und Schrittzähler und so kann ich nur Schätzen, wie viel km wir pro Tag gelaufen sind. Es werden aber bestimmt täglich um die 10 km gewesen sein. Am vorletzten Tag machten so langsam meine Schuhe die Grätsche. Die Sohle verabschiedete sich langsam und es fing an meinem Fuß an zu reiben. Wir hatten als Ziel das Museum of Natural History, welches ca. 4 km von unserem Hotel entfernt war. Ungefähr nach 3 km hatte ich mir eine Blase gelaufen. Meine Güte tat das weh! Ich wusste nicht ob ich den Weg bis zum Museum schaffen würde, aber ich biss die Zähne zusammen und lief weiter. Es gab einen kurzen Zwischenstop als ich wirklich gar nicht mehr konnte. Ich setze mich auf eine Bank, zog die Schuhe aus und kühlte mir die Blase mit Schnee. Noch nie war ich so froh Schnee um mich zu haben. Nach dem Besuch im Museum konnte ich wirklich nicht mehr laufen und so kapitulierte ich und zurück zum Museum nahmen wir die Metro.

Eine Halskette bei Tiffany, bitte

Die letzte Geschichte ist eigentlich ein bisschen Peinlich für mich, aber gerade das macht sie wohl so amüsant. Es ist wieder so eine „Mein Gehirn funktioniert nicht richtig“-Geschichten. Eigentlich würde ich mein Englisch als relativ gut bezeichnen, es reicht für den Urlaub und für Small Talk. Aber das Wort für Halskette war mir nicht bekannt und da mir mein Mann versprach, dass ich mir bei Tiffany eine neue Kette kaufen dürfte würde ich es wohl brauchen. Aus irgendwelchen Gründen speicherte mein Hirn für das Wort Halskette „Pregnant“ ab. Für diejenigen die das Wort nicht kennen, es steht eigentlich für schwanger. Mein Fehler fiel Gott sei Dank noch auf, bevor ich mich bei Tiffany´s komplett blamierte. Dennoch zieht mein Mann mich damit noch heute gern auf.

Hach ja, ich liebe New York und diese kleinen Geschichten versetzen mich quasi wieder direkt in die Stadt. Unterstreichen möchte ich die Geschichten mit Bildern – viel Spaß beim anschauen.

 

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2 Einträge zu „Erinnerungen an die Urlaube in New York

    • Hallo Julia,

      Mensch da bist du aber zu beneiden. Ich hätte gern mal ne Zeit in New York gearbeitet oder auch in London. Beides tolle Städte. Deine Bilder wecken sofort Fernweh bei mir.

      Eine Schöne Zeit wünsch ich dir noch.

      Viele Grüße

      Gefällt mir

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